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Praxis-EDV

KBV entzieht Arztsoftware die Zulassung

Zwei Systeme des Anbieters Informed verlieren die KBV-Zulassung für die Abrechnungs- und Verordnungssoftware.

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG.Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat dem IT-Dienstleister Informed GmbH für die Praxisverwaltungssysteme Informed und Informed Classic die Zulassung entzogen. Wie die KBV berichtet, seien die Abrechnungs- und Arzneimittelverordnungssoftware der beiden Systeme betroffen.

Der IT-Dienstleister aus Efringen-Kirchen, der in der jüngsten Installationsstatistik der KBV mit 285 Installationen auf Platz 36 rangierte (Stand 4. Quartal 2013), dementierte auf Anfrage der "Ärzte Zeitung" die Meldung der KBV nicht. Das Unternehmen wollte sich aber nicht weiter dazu äußern.

Laut KBV hat das Unternehmen seine Produkte Informed und Informed Classic trotz mehrmaliger Aufforderung nicht aktualisiert. Die von der KBV vorgegebenen Anforderungen an die Software seien teilweise nicht umgesetzt worden, heißt es. Aus diesem Grund habe die KBV die Zulassung für die Abrechnungs- und Arzneimittelverordnungssoftware der beiden Systeme entziehen müssen.

Damit können die Systeme eigentlich nicht mehr für die Abrechnung kassenärztlicher Leistungen eingesetzt werden. Denn dies setzt eine Zulassung der KBV voraus, die dafür zuständig ist, bundeseinheitliche Standards festzulegen und Vorgaben für Softwarefunktionalitäten innerhalb der kassenärztlichen Versorgung zu definieren - und deren Umsetzung auch zu prüfen.

Die KBV rät Ärzten und Psychotherapeuten, die die beiden Systeme nutzen, sich schnellstmöglich mit ihrer KV in Verbindung zu setzen, um das weitere Vorgehen abzuklären. (reh)

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