KV Niedersachsen entrümpelt Qualitätskontrollen

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Schrittweise will die KV entbehrliche Überprüfungen der Leistungsqualität beenden. Erster Schritt: CT-Kontrolle.

Von Christian Beneker

HANNOVER. Die KV Niedersachsen setzt die Stichprobenprüfung der Computertomographie im Rahmen der Qualitätssicherung bis zum 31. Dezember 2012 aus, um den Bürokratie-Dschungel zu lichten. Das hat der Vorstand der KVN beschlossen.

"Da in den vergangenen drei Jahren bei den Stichprobenprüfungen für die Computertomografie durch die ärztliche Stelle in Niedersachsen keine oder nur geringe Beanstandungen festgestellt wurden, hat sich der KVN-Vorstand zu diesem Schritt entschlossen", teilte die KVN mit.

Nach Paragraf elf der Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Radiologie stehe es der KVN frei, von der Regelung für die zufallsgesteuerte Stichprobenprüfung für die CT-Leistungen abzuweichen, sofern bei Stichprobenprüfungen ganz überwiegend keine oder nur geringe Beanstandungen festgestellt wurden, hieß es. Der Vorstand versteht den Verzicht als Kampfansage an die überbordende Bürokratie.

Zu wenig Honorar und zu viel Bürokratie, drohten in den Praxen "zu einem Wettbewerbsnachteil für die KVN im Werben um den ärztlichen Nachwuchs zu werden", erklärte KVN-Chef Mark Barjenbruch.

Das Thema der Entbürokratisierung sei eines der Hauptziele des KV-Vorstandes. "Derzeit werden alle Qualitätssicherungsmaßnahmen auf den Prüfstand gestellt und andere unter Umständen entbehrliche Formulare auf ihre Notwendigkeit geprüft", erklärte KV-Sprecher Detlef Haffke.

Es zeige sich allerdings, dass der Versuch, Normen zu vereinfachen, ein langwieriger Prozess sei, erklärte der zweite KV-Vorsitzende Dr. Jörg Berling. "Zunächst werden wir die Belastungen in Praxen identifizieren, um diese möglichst zu minimieren."

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