Recht

Kasse muss für Schulkind nicht die Reittherapie zahlen

Veröffentlicht:

TRIER (dpa). Eine Krankenkasse muss die Kosten für eine Reittherapie eines behinderten Schulkindes nicht übernehmen. Das hat das Verwaltungsgericht Trier nach Mitteilung vom Montag entschieden.

Werde das heilpädagogische Reiten aus medizinischen Gründen angewandt, trage die Krankenversicherung - unabhängig vom Alter des Kindes - die Kosten ohnehin nicht, weil es nicht in den Heilmittelrichtlinien enthalten sei, heißt es darin.

Als heilpädagogische Maßnahme, die die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglichen soll, werde es nur für Vorschulkinder bezahlt. Bei eingeschulten Kindern gehe man davon aus, dass sie in einer Förderschule ausreichend heilpädagogisch betreut würden.

Im vorliegenden Fall hatten die Eltern eines autistischen Jungen aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm geklagt. Nachdem der Junge in die Schule gekommen war, wurden die Kosten nicht mehr übernommen. Zuvor hatte das Jugendamt die Reittherapie-Kosten als sogenannte Eingliederungshilfe bezahlt.

Gegen die Entscheidung kann noch Berufung eingelegt werden.

Az.: 2 K 902/10.TR

Mehr zum Thema

Kommentar zum Schutz von Praxis-EDV

Datenschutz in der Praxis kein Pappkamerad!

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Moderna oder BioNTech? Die beiden mRNA-Impfstoffe nehmen sich nichts. Momentan ist jedoch weiterhin mehr Moderna im hiesigen Markt.

© DEBBIE HILL / newscom / picture alliance

Impfstoff-Versorgung

Corona-Impfkampagne: Etwas mehr BioNTech, Moderna länger haltbar

Die Antikörperkombination Casirivimab / Imdevimab zur Behandlung und Prophylaxe von COVID-19 ist bei einer Infektion mit der Omikron-Variante von SARS-CoV-2 vermutlich deutlich weniger wirksam als bisher.

© picture alliance/dpa

Omikron-Welle

PEI und BMG: Wirksamkeit von Ronapreve® bei Omikron reduziert