Recht

Keine Eigenheimzulage für Ferienhäuser

MÜNCHEN (ava). Spanien, Italien Frankreich - wer in einem anderen EU-Staat eine Immobilie kauft, bekommt dafür keine staatliche Unterstützung. Das geht aus einer am Mittwoch in München veröffentlichten Entscheidung des Bundesfinanzhofs hervor.

Veröffentlicht: 27.01.2011, 16:13 Uhr

Es sei europarechtlich nicht geboten, einem in Deutschland lebenden Steuerzahler eine Eigenheimzulage für ein Zweitobjekt in einem anderen Mitgliedsstaat der EU zu gewähren, so die Bundesfinanzrichter.

Ein Arzt hatte eine Eigenheimzulage plus Kinderzulage für sein Haus auf Kreta verlangt. Der Arzt war Grieche, hatte jedoch in Deutschland seine Praxis.

Das Finanzgericht hatte dem Kläger zunächst unter Berufung auf das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union die Zulage gewährt. Dem folgte der Bundesfinanzhof nicht.

Der Gesetzgeber habe mit der bereits 2006 ausgelaufenen Eigenheimzulage den Wohnungsbau fördern wollen, um den Wohnungsbestand im Inland zu vermehren, argumentierte der Bundesfinanzhof. Dieses Ziel könne durch eine Zulage für im Ausland gelegene Zweitwohnungen nicht erreicht werden.

Die Anschaffung einer zusätzlichen Wohnung auf Kreta wirke sich auf den nationalen Wohnungsmarkt nicht aus. Der Bundesfinanzhof traf damit auch ein grundsätzliches Urteil zu Steuervergünstigungen, die Deutschland demnach nicht gewähren muss, wenn das eigentliche Ziel nur im Inland erreicht werden kann.

Az.: IX R 20/09

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Internisten und MVZ fordern klare Worte der KVen

Rettungsschirm

Internisten und MVZ fordern klare Worte der KVen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden