Urteil

Keine Geschlechtsumwandlung: Katholische US-Klinik wegen Diskriminierung verurteilt

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Washington. Eine US-Bundesrichterin hat ein katholisches Krankenhaus wegen Diskriminierung verurteilt, weil es einer Frau eine Geschlechtsumwandlung verweigerte.

Die 33-jährige biologische Frau, die sich selbst als Transgender-Mann identifiziert, wollte sich im Januar 2020 im St. Joseph Medical Center in Towson im Bundesstaat Maryland die Gebärmutter entfernen lassen, berichten US-Medien. Das Krankenhaus begründete seine Ablehnung damit, die Entnahme eines gesunden Organs würde gegen die katholische Ethik verstoßen. Richterin Deborah Chasanow kritisierte in ihrem Urteil die Entscheidung des Krankenhauses als diskriminierend.

Der Präsident des National Catholic Bioethics Center, Joseph Meaney, wertete das Urteil als eine Bedrohung für die Existenz katholischer Krankenhäuser. Weil sie keine Geschlechtsumwandlungen anbieten, müssten sie sich für ihr Recht auf Religions- und Gewissensfreiheit immer wieder vor Gericht verteidigen, so Meaney.

Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) begrüßte hingegen das Urteil. Das Gericht habe eine „offensichtlich diskriminierende und schädliche Maßnahme durchschaut“. (KNA)

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