Keinen Anspruch auf sozialpädiatrisches Zentrum

KASSEL (mwo). Bei der Zulassung eines sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) können auch Versorgungsmöglichkeiten in benachbarten Planbereichen berücksichtigt werden. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden.

Veröffentlicht:

Es wies damit die Klage eines Klinikbetreibers in Hessen ab. In SPZ werden behinderte Kinder von einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Psychotherapeuten, Logo-, Ergo- und Physiotherapeuten integriert und abgestimmt behandelt. Das klagende Klinikum wollte ein solches SPZ in Hanau gründen.

Zulassungs- und Berufungsausschuss der KV Hessen lehnten dies unter Hinweis auf ausreichende Kapazitäten des bereits bestehenden SPZ in Offenbach ab. Dies sei nur 18 Kilometer entfernt und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

Weitere Kapazitäten gebe es auch bei zwei SPZ in Frankfurt. Dagegen meinte das Klinikum, ihr SPZ sei schon deshalb zuzulassen, weil es im Main-Kinzig-Kreis noch keine solche Einrichtung gebe.

Doch der Verweis auf die Nachbarkreise ist zulässig und die weitere Fahrt für die Bewohner des Main-Kinzig-Kreises zumutbar, so das BSG. Die Auskunft des SPZ in Offenbach, es habe noch freie Kapazitäten, sei in Anbetracht seiner knapp 120.000 Einwohner plausibel und so nicht näher zu prüfen.

Az.: B 6 KA 34/10 R

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Bewährung und Geldstrafen

Korruptionsprozess: Ehemaliger KV-Vorstand verurteilt

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kontroverse um epidurale Injektionen

Spritzen an der Wirbelsäule: Welche Empfehlungen jetzt für die Praxis gelten

Frakturrisiko

Cortison-Therapie? Sofort auch an Osteoporose denken!

Lesetipps
Eine Frau steht am Empfang einer Praxis und spricht mit einer Praxismitarbeiterin.

© auremar / stock.adobe.com

Hausarzt und Gebietsärztin im Interview

Hausarztvermittlungsfälle: Wo es hakt und wie es besser ginge