Ebola-Prävention

Kits und mehr für den Kampf gegen die Seuche

Medizintechnik könnte effektiv dabei helfen, die weitere Verbreitung des Ebola-Virus in Westafrika zu bekämpfen. Mit welchen Produktlösungen zeigten Anbieter der Branche auf der Medizinmesse Medica in Düsseldorf.

Veröffentlicht: 19.11.2014, 11:51 Uhr

DÜSSELDORF. Ein Überwachungssystem zum Frühnachweis des Ebola-Virus in Menschen könnte helfen, die in Westafrika nach wie vor grassierende Ebola-Epidemie wirksam zu bekämpfen.

Dies propagierte der deutsche Anbieter Genekam Biotechnology vergangene Woche auf der weltgrößten Medizinmesse Medica in Düsseldorf. Genekam hat Test-Kits für den Nachweis des Ebola-Virus entwickelt.

Nach Herstellerangaben sollten diese Tests als Präventionsmaßnahme verstanden werden, um weitere Ausbrüche des Ebola-Virus zu verhindern.

Frühzeitige Warnung möglich

Durch das Identifizieren des Virus auch ohne Symptome mittels seiner Tests könnten die Bürger der betroffenen Regionen rechtzeitig gewarnt werden, so Genekam.

Der Einsatz der Tests sei auch bei geheilten Ebola-Patienten sinnvoll, da diese feststellen könnten, ob sie tatsächlich virusfrei seien. Mit fünf Euro je Kit seien die Tests auch für afrikanische Verhältnisse erschwinglich, so Genekam.

Des weiteren hat das Unternehmen ein Präventions-Kit entwickelt, dass die Ausbreitung der Ebola-Viren zwischen Menschen - zum Beispiel unter Krankenhauspersonal - verhindern soll.

Unter dem Dach der German Healthcare Export Group präsentierte zudem der deutsche Medizintechnikhersteller Meiko Systemlösungen zur Aufbereitung von Pflegegeschirren.

Unter anderem gewährleisten diese eine keimfreie Trocknung und Rückkühlung von Pflegegeschirren mittels gefilterter Luft, wie Markus Braun, bei Meiko Prokurist und Vertriebsleiter Global, verdeutlichte.

"Wir sehen beim Ebola-Ausbruch, wie tödlich und wie gnadenlos Patienten-Ausscheidungen sein können," hob Braun die Signifikanz keimfreier Pflegegeschirre hervor.

Rettungswagen für Infizierte

Einen speziellen Infektions-Rettungswagen zum Transport von zum Beispiel Ebola-Patienten zeigte der Anbieter Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS).

Durch den Verbau einer Luftaufbereitungsanlage ermöglicht das rund 200.000 Euro teure Fahrzeug nach Herstellerangaben den Transport von selbst höchst infektiösen Patienten.

Die Filterung der Raum-, Zu- und Abluft und die fest verbaute Begasungsanlage zur Desinfektion des Patientenraums sorgten für einen konstanten und überwachten Unterdruck, um eine Keimverschleppung zu vermeiden. (maw)

Mehr zum Thema

Umfrage

Deutsche sehen Krankenhausreform skeptisch

Einmalzahlung

Corona-Bonus auch für Pflegekräfte in Kliniken

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Immunmodulation

Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Wie viele Pillen sind geboten? Der Arzneireport der Barmer weist auf das ungelöste Problem der Polypharmazie hin.

Barmer prangert an

Arzneimitteltherapie oft „im Blindflug“

Viele Krankenpflegekräfte mussten während der Hochzeit der Pandemie unter erschwerten Bedingungen arbeiten.

Einmalzahlung

Corona-Bonus auch für Pflegekräfte in Kliniken

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden