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Ebola-Prävention

Kits und mehr für den Kampf gegen die Seuche

Medizintechnik könnte effektiv dabei helfen, die weitere Verbreitung des Ebola-Virus in Westafrika zu bekämpfen. Mit welchen Produktlösungen zeigten Anbieter der Branche auf der Medizinmesse Medica in Düsseldorf.

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. Ein Überwachungssystem zum Frühnachweis des Ebola-Virus in Menschen könnte helfen, die in Westafrika nach wie vor grassierende Ebola-Epidemie wirksam zu bekämpfen.

Dies propagierte der deutsche Anbieter Genekam Biotechnology vergangene Woche auf der weltgrößten Medizinmesse Medica in Düsseldorf. Genekam hat Test-Kits für den Nachweis des Ebola-Virus entwickelt.

Nach Herstellerangaben sollten diese Tests als Präventionsmaßnahme verstanden werden, um weitere Ausbrüche des Ebola-Virus zu verhindern.

Frühzeitige Warnung möglich

Durch das Identifizieren des Virus auch ohne Symptome mittels seiner Tests könnten die Bürger der betroffenen Regionen rechtzeitig gewarnt werden, so Genekam.

Der Einsatz der Tests sei auch bei geheilten Ebola-Patienten sinnvoll, da diese feststellen könnten, ob sie tatsächlich virusfrei seien. Mit fünf Euro je Kit seien die Tests auch für afrikanische Verhältnisse erschwinglich, so Genekam.

Des weiteren hat das Unternehmen ein Präventions-Kit entwickelt, dass die Ausbreitung der Ebola-Viren zwischen Menschen - zum Beispiel unter Krankenhauspersonal - verhindern soll.

Unter dem Dach der German Healthcare Export Group präsentierte zudem der deutsche Medizintechnikhersteller Meiko Systemlösungen zur Aufbereitung von Pflegegeschirren.

Unter anderem gewährleisten diese eine keimfreie Trocknung und Rückkühlung von Pflegegeschirren mittels gefilterter Luft, wie Markus Braun, bei Meiko Prokurist und Vertriebsleiter Global, verdeutlichte.

"Wir sehen beim Ebola-Ausbruch, wie tödlich und wie gnadenlos Patienten-Ausscheidungen sein können," hob Braun die Signifikanz keimfreier Pflegegeschirre hervor.

Rettungswagen für Infizierte

Einen speziellen Infektions-Rettungswagen zum Transport von zum Beispiel Ebola-Patienten zeigte der Anbieter Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS).

Durch den Verbau einer Luftaufbereitungsanlage ermöglicht das rund 200.000 Euro teure Fahrzeug nach Herstellerangaben den Transport von selbst höchst infektiösen Patienten.

Die Filterung der Raum-, Zu- und Abluft und die fest verbaute Begasungsanlage zur Desinfektion des Patientenraums sorgten für einen konstanten und überwachten Unterdruck, um eine Keimverschleppung zu vermeiden. (maw)

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