Krankenhaussterben

Kliniken im Landkreis Cham werden modernisiert

Im oberpfälzischen Landkreis Cham sollen keine weiteren Kliniken mehr schließen. Stattdessen will der Kreis investieren. Ein Standort wird allerdings zum Gesundheitszentrum.

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Cham. Weiterentwicklung statt Schließung: Mit Millionen-Investitionen soll die Zukunft der Krankenhäuser im Landkreis Cham gesichert werden. Einem Bericht im Bayerischen Rundfunk zufolge hat der Kreisrat einen entsprechenden Beschluss einstimmig gefasst.

Konkret geht es um die Kliniken an den Standorten Roding, Cham und Bad Kötzting im Landkreis Cham. Wie Chams Landrat Franz Löffler (CSU) mitteilte, sollen in die Sana Kliniken an den Standorten Cham und Roding zweistellige Millionenbeträge investiert werden, um eine hochwertige Versorgung in der Grund- und Regelversorgung für alle Menschen im Landkreis zu schaffen.

Die größten Veränderungen wird es nach Worten des Landrats am Standort Roding geben. Dort soll sich das Krankenhaus zu einem Gesundheitszentrum weiterentwickeln, das ambulante Versorgung, Pflege, Bildung und gesundheitsnahe Dienstleistungsbereiche unter einem Dach vereint. Dafür sollen dem Bericht zufolge rund 15 bis 20 Millionen Euro ausgegeben werden.

Investitionen in vergleichbarer Höhe sollen auch in den Standort Cham gesteckt werden. Geplant sind ein Neubau der zentralen Notaufnahme sowie eine Aufstockung der Anzahl an stationären Betten.

In Bad Kötzting als drittem Standort soll die Innere- und Palliativmedizin „konsequent fortgeführt“ werden, so Löffler. Auch der Zeitrahmen ist gesteckt: In zwei bis drei Jahren sollen die Umstrukturierungsmaßnahmen abgeschlossen sein.

Mit der Entscheidung ist das Krankenhaussterben im Landkreis Cham abgewendet. Von den einst acht Kliniken waren letztlich Bad Kötzting, Cham und Roding übrig geblieben – wobei letzterer Ende 2019 noch auf der Kippe stand. Im November hatte die Sana Kliniken AG Zeitungsberichten zufolge eine mögliche Schließung des Rodinger Standortes erwogen. (bfe)

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