Klinikmanager planen Übernahme der Regio Kliniken im Hamburger Umland

PINNEBERG/HAMBURG (di). Manager der Regio Kliniken wollen das defizitäre, dem Landkreis gehörende Unternehmen im Hamburger Umland übernehmen. Zugleich versucht man, durch ein neues MVZ in Hamburg Fuß zu fassen.

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"Mehr als nur Medizin" bietet das neue MVZ der Klinikgruppe laut Werbeaussage in der Europa-Passage. In der Hamburger Einkaufsmeile erwartet die Patienten demnach "Service auf höchstem Niveau". Ärzte der Fachgebiete Chirurgie, Orthopädie und Innere Medizin gehören zum Kernteam, das bei Bedarf mit Spezialisten anderer Fachgebiete im MVZ kooperiert. Auch ein kleiner OP steht zur Verfügung. Die Regio Kliniken erwarten neben neuen Patienten aus Hamburg auch solche, die zuvor in einem der drei zur Gruppe zählenden Krankenhäuser in Wedel, Pinneberg und Elmshorn behandelt wurden. Sie könnten etwa nach der Arbeit oder nach dem Einkauf in Hamburg zum Check-up kommen, hieß es zur Einweihung der neuen Räume.

Die Region Kliniken betreiben im Umland der Hansestadt bereits acht MVZ. Viele niedergelassene Ärzte der Region verfolgen das starke Engagement des Klinikbetreibers aufmerksam. Die Regio Kliniken versuchen, die Bedenken der Niedergelassenen im Dialog zu klären, betonte der kaufmännische Leiter Lars Timm.

Zugleich bahnt sich ein Wechsel in den Eigentumsverhältnissen der Klinikgruppe an. Geschäftsführer Alexander Schlick und vier weitere leitende Mitarbeiter haben dem Kreis Pinneberg angeboten, 74,7 Prozent der Anteile zu übernehmen.

Das Management-Buy-out wollen die führenden Mitarbeiter für eine Restrukturierung des Unternehmens "frei von politischen Zwängen und Einwirkungen" nutzen. Die Rede ist von zehn Millionen Euro, die die Manager für den Anteil geboten haben. Zugleich wurde bekannt, dass die Regio Kliniken im vergangenen Jahr ein Defizit von neun Millionen Euro erwirtschaftet haben. Kommunalpolitiker äußerten sich zunächst zurückhaltend zu den Plänen. Das Unternehmen erwirtschaftet insgesamt einen Umsatz von 150 Millionen Euro.

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