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E-Zigaretten

Knatsch in der Berliner Tabaklobby

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BERLIN. Der Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) verwahrt sich, wie er am Mittwoch mitteilte, „eindeutig gegen jeden Vertretungsanspruch“ des Bundesverbandes der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) für sich und seine Produktkategorien. Anfang September ist der BVTE in Berlin aus der Taufe gehoben worden.

Sein Ziel: Sich in der Bundespolitik mehr Gehör für die unter anderem regulatorischen Belange der Branche gerade mit Blick auf die zunehmend nachgefragten Alternativen zu konventionellen Tabakzigaretten – allen voran dem E-Dampf – zu verschaffen. Die Branche vermarktet diese Produkte als potenziell risikominimiert im Vergleich zur gewohnten Kippe.

Als BVTE-Hauptgeschäftsführer fungiert Jan Mücke, seines Zeichens Geschäftsführer des Deutschen Zigarettenverbandes (DZV) – und ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär. Bereits unter dem BVTE-Dach finden sich der Bundesverband Deutscher Tabakpflanzer (BDT), der Verband der Zigarettenpapier verarbeitenden Industrie (VZI) sowie der DZV.

„Unter dem Leitmotiv ‚Einheit in Vielfalt‘ wird der BVTE künftig die starke geeinte Stimme für die gesamte Branche sein und die Interessen aller Mitglieder integrierend und produktgruppenübergreifend vertreten“, hieß es am Montag von Verbandsseite.

Der VdR wiederum „spricht dem BTVE jegliche Legitimation ab, für die mittelständischen Unternehmen der Tabakwirtschaft zu sprechen.“ VdR-Hauptgeschäftsführer Michael von Foerster warnt vor Unterwanderung: „Multinationale Zigarettenkonzerne versuchen, mit einem Einheitsverband die Unterschiede zwischen verschiedenen Tabakkategorien zu verwirklichen, und gefährden damit eine sinnvoll ausdifferenzierte Regulierung.“

Bereits Anfang der Woche hatte der Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ) dem BVTE eine – wenn auch im Vergleich zum VdR höfliche – Absage erteilt. Der BdZ vertritt die Interessen der meist mittelständischen Hersteller, Importeure und Vertreiber von Zigarren und Zigarillos und will auch weiterhin als „einziger Ansprechpartner“ für alle Themen rund um Zigarren und Zigarillos fungieren.

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