Südwesten

Koordinierungsstelle für Telemedizin steht

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MANNHEIM. Baden-Württemberg will die Rahmenbedingungen für die Telemedizin verbessern. Mit 600.000 Euro werde daher der Aufbau einer landesweiten Koordinierungsstelle vom Wissenschaftsministerium gefördert. Ihr Name: Zentrales Innovatives Netzwerk der Telemedizin-gestützten Versorgung Baden-Württemberg, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums vom Mittwoch.

Die Koordinierungsstelle soll die im Land vorhandene Kompetenz in der Telemedizin bündeln und als Ansprechpartner für alle dienen, die ein Projekt im Bereich der Telemedizin planen oder Partner für Telemedizinprojekte suchen.

Ferner soll sie Mittler zwischen medizinischen Einrichtungen, Herstellern von Medizinprodukten, Verbänden und Patienten sein, um die Entwicklung telemedizinischer Anwendungen und Geräte und deren Implementierung in die medizinische Versorgung voranzubringen.

Vor allem soll die Stelle dafür sorgen, dass Telemedizinprojekte ihre Pilotphase überdauern und langfristig die Chance erhalten, als evidenzbasierte Medizin anerkannt und in die Regelversorgung überführt zu werden, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in der Mitteilung.

"Die durch Telemedizin gestützte Versorgung und Behandlung muss belegen, dass sie vorteilhafter oder gleichwertig und kostengünstiger ist als bisherige Methoden", sagte Bauer. Angesiedelt ist die Koordinierungsstelle am Institut für Medizintechnologie (IMT), einer gemeinsamen Einrichtung der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und der Hochschule Mannheim.

Die Förderung durch das Ministerium dient als fünfjährige Anschubfinanzierung, danach soll sich die Koordinierungsstelle als Verein selbst tragen. Leiter ist Professor Gerald Weisser, vom Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Mannheim.

Eine ähnliche koordinierende Einrichtung gibt es bereits seit Jahren unter anderem in Nordrhein-Westfalen: das Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen (ZTG). (eb)

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