Telemedizin

Kry wirbt 262 Millionen Euro ein

Konkurrenz für TeleClinik, Zava & Co: Der Videosprechstunden-Anbieter Kry International stärkt seine Eigenkapitalbasis, um operativ zu expandieren.

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Stockholm. Der schwedische Telemed-Dienstleister Kry munitioniert sich für weiteres Wachstum. In einer aktuellen Finanzierungsrunde wurden bei institutionellen Investoren 262 Millionen Euro eingeworben. Beteiligt hätten sich, heißt es in einer Mitteilung, sowohl neue als auch Alt-Investoren. Kry-Anteile halten demnach unter anderem der kanadische Pensionsfonds CPP Investments, der US-amerikanische Vermögensverwalter Fidelity oder der Ontario Teachers‘ Pension Plan.

Mit dem frischen Geld sollen neue Gesundheitsdienstleistungen etabliert sowie bestehendes Geschäft ausgebaut werden. Unter anderem seien weitere Funktionen für Ärzte geplant, die mit Hilfe der Weblogistik des schwedischen Anbieters Videosprechstunden erbringen. Die Rede ist etwa von einer verbesserten Patienten-Vorauswahl, Warteschlangen- und Zuordnungsfunktionen oder der Möglichkeit, personalisierte Behandlungspläne zu erstellen.

Darüber hinaus wolle man „in digitale Gesundheitstools investieren, um chronische Krankheitsbilder zu behandeln“ sowie sich neue Märkte für psychotherapeutische Telemed-Angebote erschließen, heißt es. Und schließlich sei auch daran gedacht, in Zukäufe zu investieren.

Kry wurde 2015 gegründet und ist heute laut Selbstbeschreibung „Europas größter Anbieter für Video-Sprechstunden“, der in der Zeit seines Bestehens Fernbehandlungen für über drei Millionen Patienten in 30 europäischen Märkten abgewickelt habe; in Frankreich und UK firmiert der Konzern als „Livi“. Die durch die Pandemie getriebene Nachfrage nach digitaler Arztkonsultation hätten dem Unternehmen 2020 über 100 Prozent Wachstum beschert. Konkrete Zahlen werden allerdings nicht genannt. (cw)

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