Erneute Verschiebung

Laborreform: April 2018 als neuer Termin

Die Laborreform wird sich bis April 2018 verzögern. Der Hausärzteverband spricht von einem "schlechten Scherz".

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BERLIN. Die Laborreform wird sich erneut verschieben. Nach Angaben des Deutschen Hausärzteverbands ist jetzt als neuer Termin der 1. April 2018 angesetzt. Ursprünglich sollte die Reform im Juli starten und wurde dann auf Anfang kommenden Jahres verschoben. Der Hausärzteverband zeigte sich vergrätzt und sprach von einem "Armutszeugnis" für die Selbstverwaltung. Die Laborvergütung werde seit Jahren diskutiert, erinnerte Verbandschef Ulrich Weigeldt. Jetzt so zu tun, als habe die Zeit für eine Einigung nicht gereicht, sei "ein schlechter Scherz".

Zur Erinnerung: Ende 2016 hat die KBV-Vertreterversammlung neue Trennungsvorgaben für den Laborbereich beschlossen. Aus dem Grundbetrag Labor, der in der Gesamtvergütung bisher vorweg abgezogen und damit letztlich von Haus- und Fachärzten gemeinsam finanziert wurde, sollten künftig nur noch der Wirtschaftlichkeitsbonus und über Muster 10 veranlasste Laborleistungen finanziert werden. Das Konzept war beim GKV-Spitzenverband früh auf Kritik gestoßen. Man fürchte, dass so dem Laborbereich nötige Mittel entzogen würden, erklärte Sprecherin Ann Marini im Juli. Auf Anfrage der "Ärzte Zeitung" wollte sie am Montag unter Verweis auf laufende Gespräche mit der KBV keine Stellung beziehen. (fst)

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