Angebot für Erstsemester

MB-Onlineseminare zum Semesterstart

An vier Tagen im April gibt es halbstündige digitale Live-Vorträge, in denen Experten ihr Wissen weitergeben und Fragen beantworten.

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Berlin. Vom 19. bis zum 22. April initiiert der Bundesverband des Marburger Bundes zum zweiten Mal den digitalen Semesterstart zum Sommersemester für Medizinstudierende. Unter www.mb-semesterstart.de bieten die Initiatoren 24 Live-Onlineseminare.

Das Themenspektrum reicht von „Stressbewältigung im Studium“ über „Mein erster Arbeitsvertrag“ bis hin zu „Studieren mit Kind“. Viele weitere Online-Seminare zu einzelnen Fachgebieten, Nebenjobs, Famulatur und PJ, aber auch zu grundsätzlichen Fragen des Arztbildes, ergänzen das Programm. Die Themen wurden von den MB-Landesverbänden und den Mitgliedern des Sprecherrates der Medizinstudierenden im MB konzipiert, sagt Philipp Schiller, Vorsitzender des Sprecherrates.

An allen vier Tagen gibt es jeden Nachmittag jeweils von 15 bis 20 Uhr halbstündige digitale Live-Vorträge, in denen Expertinnen und Experten ihr Wissen weitergeben und Fragen der Teilnehmer beantworten. „Das Besondere ist für mich die bunte Mischung an Themen und Vortragenden, die dafür brennen, anderen ihre Herzensthemen zu vermitteln“, sagt Schiller. Das Angebot komme gut an, hieß es. Nach Angaben des MB hätten bei der ersten Veranstaltungsreihe zum Start des Wintersemesters 2020/21 mehr Studierende teilgenommen als erwartet.

Persönlicher Austausch liegt brach

Das Projekt soll auch den persönlichen Austausch untereinander und mit älteren Kommilitonen fördern, der wegen der Corona-Pandemie vielerorts zum Erliegen gekommen sei, sagt Schiller der „Ärzte Zeitung“. Das Sommersemester 2021 wird voraussichtlich oft wieder online von zu Hause starten und nicht an der Uni.

Schiller fordert deshalb von den Fakultäten, dass sie „im kommenden Semester wieder mehr Kurse in Präsenz durchführen. Denn demnächst wäre es das dritte Semester, in dem vor allem digital studiert wird.“ Damit entstehe eine ganze Generation von Studentinnen und Studenten, die wichtige Kurse verpasst hätten und nicht mehr alle nachholen könnten, meint Schiller. „Es könnte dann passieren, dass Studierende ins Physikum kommen, die nie an einer Körperspende waren.“

Deshalb sollten die Dekanate bei der Organisation kreative Konzepte vorlegen, um den Präsenzunterricht zu stärken. Zwar gebe es Ansätze dazu, „aber oft sind die Kliniken ganz zufrieden, wenn sie ihre Lehrbeauftragten nicht in die Hörsäle zu schicken brauchen, sondern sie einfach vor den Computer setzen“, sagt Schiller. „Aber das ist nicht in unserem Sinne.“ (cben)

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