Kapitalmarkt

Mecklenburgische Pharmafirma plant Börsengang

Die mittelständische Pharmafirma Cheplapharm kündigt den Börsengang an. Mit dem frischen Geld sollen Schulden getilgt und neue Produkte erworben werden.

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Greifswald. Die Cheplapharm AG will an die Börse gehen. Das Pharmaunternehmen strebt einen Bruttoemissionserlös aus der Notierung neuer Aktien von rund 750 Millionen Euro an, wie es am Montag in Greifswald mitteilte. Mit dem Nettoemissionserlös sollen Schulden zurückgezahlt sowie Produkte und Produktportfolios erworben werden. Zudem könne das geplante Angebot auch eine Platzierung bestehender Aktien aus dem Besitz des derzeitigen Aktionärs Braun Beteiligungs GmbH beinhalten; Braun war Mitte der 1990ger-Jahre auch Eigentümer des gleichfalls in Greifswald ansässigen Pharmaunternehmens Riemser. Der Bestandsaktionär habe einer Lockup-Frist von 360 Tagen zugestimmt, hieß es weiter.

Geplant ist der Börsengang und die Notierung der Aktie im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im laufenden ersten Quartal 2022. In den neun Monaten bis zum 30. September 2021 erzielte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz in Höhe von 793 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 484 Millionen Euro. Cheplapharm verfügt über keine eigene Forschung und Entwicklung, sondern kauft etablierte Medikamente von großen Pharmaunternehmen, die Cheplapharm dann in Lohnfertigung herstellen lässt und vertreibt. (dpa)

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