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Mehr Service durch verzahnte Diagnostik

Auf die intersektorale Kooperation bei der Pränatal-Diagnostik setzen zwölf Ärzte im Wettbewerb um Patientinnen.

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KÖLN (tau). Praenatal.de, eine fachübergreifende Partnerschaftsgesellschaft für vorgeburtliche Diagnostik und Genetik, hat sich vergrößert: Zum ersten Februar 2012 hat sie eigene Räume innerhalb der Universitätsklinik Düsseldorf angemietet.

"Wenn ich Patientinnen habe, die ich stationär behandeln möchte, stellt die Klinik die nötigen Betten zur Verfügung", erklärt Leiterin Dr. Susanne Fröhlich den Standortvorteil. Die Uniklinik erhofft sich von der Zusammenarbeit mehr Patienten und eine bessere Ausbildung.

Praenatal.de entstand 1991. Neben der Stammpraxis in Düsseldorf und der neu an der Uniklinik eröffneten Praxis gibt es noch fünf weitere Standorte in Düsseldorf und Köln.

Insgesamt sind dort zwölf Ärzte, davon acht Partner, und rund 30 sonstige Mitarbeiter tätig.

"Wir haben uns für diese Praxis entschieden, weil sie die größte pränataldiagnostische Abteilung im Rheinland ist", sagt Professor Wolfgang Janni, Direktor der Frauenklinik.

Janni glaubt, dass die Klinik mit der integrierten Praxis gegenüber Mitbewerbern punkten kann. "Die erhöhte Versorgungsqualität ist ein Alleinstellungsmerkmal von uns", sagt er der "Ärzte Zeitung".

Auch Selbstzahlerleistungen im Angebot

"Je besser wir sind, desto eher kommen Patienten zu uns." Außerdem könne die Qualität der Ausbildung im Klinikum durch die besondere Expertise der integrierten Praxis verbessert werden.

Auch Praenatal.de hofft auf mehr Patienten durch die Zusammenarbeit. Das Argument: Durch die kurzen Wege in der Klinik ist eine bequemere Versorgung und Beratung der Patientinnen möglich.

Direkt neben der Praxis befinden sich die Kinderklinik und die Radiologie, sagt Fröhlich. "Für die Patientinnen ist es schön, wenn sie das alles aus einer Hand bekommen."

Wenn Fröhlich etwa am Fötus einen verengten Eingang des Dünndarms feststellt, muss dieser nach der Geburt wahrscheinlich operativ erweitert werden.

Zur vorbereitenden Beratung der Eltern kann sie dann den Kinderarzt der Klinik dazuholen, der genauer über den Ablauf einer solchen Operation Bescheid weiß. Oder sie schaut gemeinsam mit ihm auf das Ultraschallbild und erhält so eine zweite Meinung.

Fröhlich offeriert neben Kassenleistungen auch Selbstzahlerangebote. Dazu gehört zum Beispiel das Ersttrimesterscreening. Dabei misst sie die Nackentransparenz des Fötus, um die Wahrscheinlichkeit für eine Chromosomenstörung zu bestimmen.

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