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Munich Re baut den Ergo-Konzern drastisch um

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KÖLN (akr). Der Rückversicherer Munich Re ordnet die Marken seiner Erstversicherungstochter Ergo neu. Vom Markt verschwinden werden die Namen Hamburg-Mannheimer und Victoria. Stattdessen wird die Marke "Ergo" eingeführt. Die Deutsche Krankenversicherung (DKV) bleibt unter dieser Bezeichnung aktiv, die Victoria Kranken schlüpft unter ihr Dach. Der im Verkauf von Krankenzusatz-Policen sehr erfolgreiche Direktanbieter KarstadtQuelle Versicherungen tritt künftig als Ergo Direkt auf.

Der Konzern hält die Änderungen für nötig, weil er fürchtet, dass die KartstadtQuelle Versicherungen aufgrund ihres Namen in den Sog der Arcandor-Insolvenz geraten. Dabei hat der Versicherer nichts mehr mit dem Handelshaus zu tun und gehört seit 2002 mehrheitlich zu Ergo. Mit der neuen Marktstrategie wollen die Konzernmanager mehr Wachstum forcieren. Besonders der Lebensversicherer Victoria hat in den vergangenen Jahren wegen seiner schlechten Überschussbeteiligung Schwächen gezeigt.

Ergo hat in Deutschland 20 Millionen Kunden, die verschiendenen Töchter haben die gesamte Palette an Versicherungsverträgen im Angebot. Mit der neuen Marke will das Unternehmen verhindern, dass verschiedene Anbieter aus einem Haus die gleichen Segmente bedienen. "Wir machen unseren Kunden bislang nicht klar genug, dass das Rundum-Angebot aus einer Hand stammt", sagte der Ergo-Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Oletzky. Die Kosten für den Umbau sollen nach seinen Angaben im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.

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