Nach PR-Fiasko zu Krebsbluttest

Neue Zweifel an Seriosität der Uniklinik Heidelberg

Die PR-Kampagne der Heidelberger Uniklinik um einen neuen Bluttest zur Brustkrebsdiagnose schlägt weiter hohe Wellen.

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HEIDELBERG. Im Februar war die Uniklinik Heidelberg mit der Mitteilung vorgeprescht, ein neuer Bluttest zur Brustkrebsdiagnostik könne noch dieses Jahr marktreif werden. Die Fachwelt empörte sich über die wenig belastbaren Aussagen. Kritik gab es auch an der finanziellen Beteiligung der Klinik und zweier Mitarbeiter an dem Klinik-Spin-off Heiscreen.

Die Klinikleitung will die PR-Kamapgne nun von externen Experten bewerten lassen.So sollten neue Regeln in Bezug auf „wirtschaftliche, wissenschaftliche, ethische und publizistische Fragen“ erstellt werden, die Firmenausgründungen der Universität künftig zu beachten hätten, sagte Kliniksprecherin Doris Rübsam-Brodkorb. Derweil werden weitere Interessenverflechtungen bekannt.

Forscher mit Unternehmensanteilen

Nach Recherchen der „Rhein-Neckar-Zeitung“ ist die Tochterfirma der Uniklinik TTHD mehrheitlich auch an der Heiscreen NKY GmbH beteiligt, die die Test-Vermarktung in Fernost übernimmt. Die Wissenschaftler Christof Sohn und Sarah Schott hätten hier ebenfalls Anteile.

Zudem sollen dem Unternehmer Jürgen Harder 39,2 Prozent der hiesigen Heiscreen GmbH gehören, sämtliche als Vorzugsanteile. Unklar ist laut RNZ auch, warum das Entwicklerteam des Tests unter Leitung der Molekularbiologin Rongxi Yang 2017 die Uniklinik verlassen hat. Die Klinikleitung will sich dazu erst äußern, wenn Ergebnisse der Experten-Kommission vorliegen – das werde in etwa 14 Tagen der Fall sein. (run)

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