Thüringen

Neuer HVM ab Oktober

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ERFURT. Ab Oktober gehen Haus- und Fachärzte in Thüringen endgültig getrennte Wege in der Honorarverteilung. "Der 1. Oktober wird im KV-System ein historischer Tag sein", sagte Annette Rommel, erste KV-Vorsitzende in Thüringen.

Die Vertreterversammlung hat einem neuen Honorarverteilungsmaßstab (HVM) zugestimmt, mit dem die vollständige Trennung in einen haus- und einen fachärztlichen Grundbetrag vollzogen wird. Rommel bezeichnete dies als "revolutionäre Veränderung".

Es gebe zwar bereits separate Fachgruppentöpfe, doch aufgrund bisheriger Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sei eine gewisse Konvergenz erforderlich gewesen. In Thüringen herrschte immer wieder Streit, weil Geld aus dem Budget der Haus- an die Fachärzte geflossen ist.

Dies werde in Zukunft nicht mehr stattfinden, so Rommel. Beide Töpfe könnten nun asymmetrisch entwickelt werden. "Das kann man als Erfolg, aber auch als Problem sehen", sagte die Allgemeinmedizinerin.

Ihr sei jedoch wichtig, dass damit kein neuer Keil zwischen Haus- und Fachärzte getrieben werde, plädierte sie für eine "einheitliche KV". Rommel weiter: "Auch wenn wir teilweise unterschiedliche Interessen haben, dürfen wir uns als Ärzte nicht spalten lassen." (rbü)

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