Kommentar zur IGeL-Umfrage

Ohne jeglichen Erkenntnisgewinn

Von Matthias Wallenfels Veröffentlicht: 17.10.2012, 15:08 Uhr

Und es war mal wieder an der Zeit: Am Montag veröffentlichte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) medienwirksam die Ergebnisse seiner nicht repräsentativen Umfrage zu Selbstzahlerleistungen in der Praxis.

Basierend auf den Auskünften von rund 1500 Umfrageteilnehmern wurde - wie war es bei diesem Initiator anders zu erwarten! - wieder einmal gezeigt, wie schlecht es um die Patienten stehe, wenn sie raffgierigen Ärzten in der Praxis ausgesetzt seien, die nur ihren Geldbeutel im Blick haben und deshalb massiv Druck ausüben, damit Individuelle Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen werden.

Der auf die Vorstellung der Studie folgende, an neuen, evidenzbasierten Erkenntnissen arme, dagegen an bekannten, eminenzbasierten Argumenten reiche Schlagabtausch mit Schlagseite war für eine inhaltliche Weiterentwicklung der seit langem brodelnden IGeL-Diskussion keineswegs dienlich.

Hier wurde Mainstream geboten, Vorurteile fanden Bekräftigung, Patienten dürften danach nur noch weiter verunsichert werden - siehe das Medienecho, das sich auf die Seite der vzbv-Linie schlug.

Zielgerichtete Diskurse zur Optimierung einer Dilemma-Situation sehen anders aus.

Lesen Sie dazu auch: IGeL in der Kritik: Wortgefechte um Evidenz

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Bevölkerung unter der Lupe: Den höchsten Anteil an Herzerkranken gibt es weiterhin in den neuen Bundesländern.

Ischämische Herzerkrankung

Wo es besonders viele Herzkranke gibt

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden