Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Ohne unseren Doktor geht es nicht!

Christian BenekerVon Christian Beneker Veröffentlicht:

Da staunt der Hausarzt: Die bürgerliche Initiative "Rettet den Landarzt" will unter den Bewohnern des kleinen Ortes Neuenkirchen bei Osnabrück Geld für ihre Hausärzte sammeln. Ein Fonds soll eingerichtet werden, aus dem Hausärzte unterstützt werden können. Der Grund: Ein Regress über 90 000 Euro droht dem Kollegen vor Ort die Existenzgrundlage zu entziehen. Eventuell muss er sogar sein Haus verkaufen.

Erstmals übernehmen damit Bürger direkte Verantwortung für die Grundversorgung in ihrem Ort. Hierin ein Zukunftsmodell entstehen zu sehen ist wohl zu hoch gegriffen. Denn es wird sich kaum überall solch ein dörflicher Zusammenhalt finden, wie in Neuenkirchen.

Und auch einen Patientenwillen zu einem neuen Abrechnungssystem am Horizont heraufziehen zu sehen dürfte eine allzu optimistische Betrachtung sein. Denn der akute Druck, der in Neuenkirchen herrscht, ist zwar kein Einzelfall aber auch nicht die Regel.

Was Mut macht, ist die Erkenntnis, dass es ohne "unseren Doktor" nicht geht. Wie wichtig die hausärztliche Versorgung vor Ort ist, zeigt sich erst wenn sie gefährdet ist. Dabei geht es nicht nur ums Impfen, die Erkältungssalbe oder Klein-Paulas Prellung. Es geht auch um die Institution Hausarzt als Kitt zwischen körperlichem und sozialem Befinden, als Kummerkasten und beratende Konstante in vielen Familien. Der Hausarzt ist mehr als personifizierte "Versorgung". Das haben die Neuenkirchener Bürger verstanden.

Lesen Sie dazu auch: Bürger planen einen Rettungsfonds für in Not geratene Ärzte 90 000 Euro Regress - das rief die Bürger auf den Plan

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Arzt entwickelt MFA-Börse

So finden Praxisinhaber die MFA, die zu ihnen passt

Umfrage

Zi-Praxis-Panel geht in eine neue Runde

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz

Erste klinische Studie belegt Wirksamkeit des Herzpflasters

Münchner Aids- und Infektiologie-Tage

Chronische Hepatitis B: Heilung durch monoklonalen Antikörper?

Lesetipps
Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Noch impfen nach einer RSV-Erkrankung?

Spirometrie bei einem Mann.

© John Thys / Reporters / Science Photo Library

Änderungen aus dem GOLD-Update

Neues Vorgehen bei COPD: Proaktiv statt reaktiv!

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram