PKV-Ombudsmann: 2009 mehr Fälle, weniger Erfolg

Die medizinische Notwendigkeit ist einer der häufigsten Streitpunkte bei den Eingaben.

Veröffentlicht:

TIMMENDORFER STRAND (akr). Beim Ombudsmann für die private Kranken- und Pflegeversicherung (PKV) gehen immer mehr Beschwerden ein. Allerdings hatten im vergangenen Jahr weniger Versicherte mit ihrem Anliegen Erfolg als 2008.

2009 stieg die Zahl der Eingaben verärgerter Kunden beim Ombudsmann um rund 15 Prozent auf 5015. Aufgrund von Hochrechnungen auf Grundlage der Eingänge in den ersten drei Monaten 2010 sei auch in diesem Jahr mit einer weiteren Zunahme der Beschwerden zu rechnen, berichtete Ombudsmann Dr. Helmut Müller bei einer Tagung des Bundes der Versicherten.

PKV-Kunden können sich an ihn wenden, wenn sie sich vom Anbieter ungerecht behandelt fühlen, etwa bei der Verweigerung von Kostenübernahmen oder Beitragserhöhungen. Im vergangenen Jahr sank aber die Zahl der erfolgreichen Beschwerden von 29,3 Prozent auf rund 25 Prozent. "Man kann nun darüber spekulieren, warum das so ist. Wir wissen es aber nicht, und deshalb beteiligen wir uns auch nicht an den Versuchen, das zu erklären", sagte Müller.

Von den Beschwerden beziehen sich 83 Prozent auf die Krankenkostenvollversicherung, zehn Prozent auf die Krankenhaustagegeldversicherung und Zusatzversicherungen, fünf Prozent auf die Krankentagegeldversicherung und der Rest auf die Auslandskranken- und Pflegeversicherung. "Innerhalb der Vollversicherung entfallen 22,8 Prozent auf Streitigkeiten über das Vorliegen der medizinischen Notwendigkeit der Behandlung", berichtete Müller. 13,9 Prozent betreffen Gebührenstreitigkeiten und 10,4 Prozent die Auslegung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen. Bei 9,3 Prozent geht es um die Beendigung von Verträgen und bei 8,2 Prozent um Arznei-, Heil- und Hilfsmittel. "Erstaunlicherweise sind die Beschwerden über Beitragsanpassungen von 10,8 Prozent im Jahr 2008 auf 8,2 Prozent zurückgegangen", sagte er. "Hier könnte sich das Bild 2010 wieder ändern." Viele private Krankenversicherer haben in den vergangenen Monaten die Prämien angehoben.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praxisführung

So profitieren Praxisteams von Qualitätsmanagement

Lesetipps
Wo geht es hier zum nächsten Arzttermin? Über Google starten viele Patienten die Suche, neuerdings wird auch Chat-GPT konsultiert. Eher zielgerichtet ist es, direkt nach Terminen zu suchen.

© fotogestoeber / stock.adobe.com

Arzttermine online

Meta-Suchmaschine für Arzttermine soll die Suche effizienter machen