Der Standpunkt

PKV sägt am eigenen Ast

Von Ilse SchlingensiepenIlse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Für die privaten Krankenversicherer ist klar: Ärzte haben keinen Grund, sich über Beitragserhöhungen zu beschweren, denn sie tragen selbst dazu bei, dass die Unternehmen regelmäßig mehr Geld von ihren Kunden verlangen müssen.

"Es kann nicht dauerhaft so weitergehen, dass wir in der ambulanten Versorgung mehr als das Doppelte bezahlen müssen als die gesetzlichen Kassen", hat DKV-Chef Günter Dibbern jüngst die Marschrichtung bei der GOÄ-Reform skizziert.

Mit dieser Argumentation befinden sich die Versicherer auf einem gefährlichen Weg. Bei ihrer Werbung um neue Kunden werden sie nicht müde, auf die bessere Versorgung in der PKV hinzuweisen.

Gleichzeitig rufen sie aber nach den Kostensenkungsinstrumenten der GKV und vergleichbaren Arzthonoraren. Das wird sich über kurz oder lang in der Versorgung niederschlagen. Fraglich ist, ob die Kunden dann in der PKV noch die gepriesene Alternative erkennen können.

Ilse Schlingensiepen ist Wirtschaftsjournalistin in Köln.

Lesen Sie dazu auch: Krankenversicherung für Ärzte wird teurer

Mehr zum Thema

Kommentar

Berufskrankheiten: Ernüchternde Bilanz

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Lockdown: Die sonst belebte Düsseldorfer Königsallee ist nahezu menschenleer.

Pandemie-Meldewesen

Deutschland im Corona-Blindflug