Haftstrafe

Pfleger wegen Vergewaltigung einer Patientin verurteilt

Eine von der Tochter installierte Kamera im Schlafzimmer ihrer Mutter hat dokumentiert, wie der Pfleger die Seniorin vergewaltigt hat. Der wurde jetzt zu einer Haftstrafe verurteilt.

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Köln. Ein Pfleger ist am Freitag vom Kölner Landgericht wegen der Vergewaltigung einer 81 Jahre alten Patientin zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach den 63-Jährigen wegen dreifacher Vergewaltigung in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen schuldig.

Laut Urteil hatte der Pfleger, der im Haushalt seines Opfers gelebt hatte, die Taten an drei Tagen im vergangenen September begangen. Die Seniorin ist seit zehn Jahren halbseitig gelähmt und war nach einem Blutgerinnsel im Dezember 2019 motorisch und kommunikativ erheblich beeinträchtigt.

Das Urteil stützte sich weitgehend auf Videoaufnahmen. Die Tochter hatte im Schlafzimmer ihrer Mutter eine Kamera mit Bewegungsmelder angebracht, die die Taten aufgezeichnet hatte. „Die Bilder zeigen in scharfen Bildern das Tatgeschehen“, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Hintergrund der Kamerainstallation war aber kein Verdacht gegen den 63-Jährigen. Vielmehr habe die Tochter so von ihrem Arbeitsplatz in der Nachbarwohnung einen Blick auf ihre Mutter werfen können, wenn diese mal unbeaufsichtigt war.

Der Pfleger hatte die Taten eingeräumt. Mit dem Strafmaß blieb das Gericht deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf elf Jahre Haft plädiert hatte. (dpa)

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