Medizinstudium

Philologen fordern Ende der Warteliste

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Deutsche Philologenverband hat sich für eine Neuordnung des Auswahlverfahrens für Medizinstudienplätze ausgesprochen, um die jahrelangen Wartezeiten zu beenden.

"Die Warteliste sollte abgeschafft werden. Warten befähigt nicht zu einem Studium", sagte die Vorsitzende des Lehrkräfteverbandes, Susanne Lin-Klitzing, der "Welt".

Der Philologenverband schlägt vor, in jedem Bundesland 30 Prozent der Plätze an die Jahrgangsbesten zu vergeben.

Die restlichen 70 Prozent wären über ein Auswahlverfahren zu verteilen, bei dem einschlägige medizinische Erfahrung anteilig mit 20 Prozent berücksichtigt werden solle. 40 Prozent sollte ein bundesweit einheitlicher Test ausmachen, weitere 40 Prozent entfielen auf die Abi-Note.

Auch im Vorfeld der nächsten Kultusministerkonferenz, zu der sich die Länder am 14. und 15. Juni in Erfurt treffen, gibt es Überlegungen, die Wartezeitquote zugunsten einer eignungsorientierten "Talentquote" abzuschaffen. Das bestätigte Torsten Heil, Sprecher der KMK, der "Ärzte Zeitung" vor einigen Tagen auf Anfrage.

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte Ende vergangenen Jahres geurteilt, dass das Zulassungsverfahren zum Medizinstudium teils verfassungswidrig ist und bis Ende 2019 neu geregelt werden muss. (dpa/aze)

Mehr zum Thema
Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Impfzentrum der Marke Eigenbau in Peine.

© Dr. Lars Peters

COVID-19-Impfung im früheren Getränkemarkt

Hausarzt richtet Corona-Impfzentrum ein – auf eigene Kosten

IT-Sicherheit in der Praxis: Als „die Atemschutzmaske des Computers“ titulierte der Heidelberger Cyberschutz-Auditor Mark Peters die Firewall.

© Michaela Schneider

Cyberschutz für Arztpraxen

Vom Passwort als Desinfektionsmittel