Direkt zum Inhaltsbereich

Berliner Keime

Polizei beschlagnahmt Krankenakten

Die Serratia-Fälle an der Charité haben nun endgültig die Staatsanwaltschaft erreicht: Am Donnerstag hat die Polizei im Herzzentrum Berlin Krankenakten sichergestellt. Es geht um fahrlässige Tötung.

Veröffentlicht:
Herzzentrum in Berlin: Dort wurden am Donnerstag Krankenakten beschlagnahmt.

Herzzentrum in Berlin: Dort wurden am Donnerstag Krankenakten beschlagnahmt.

© Marc Tirl / dpa

BERLIN (dpa). Zehn Tage nach dem Tod eines Babys, das sich vermutlich mit Darmkeimen in der Berliner Charité ansteckte, haben die Behörden Krankenakten sichergestellt.

Am Donnerstag beschlagnahmte die Kriminalpolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Krankenakten aus dem Deutschen Herzzentrum Berlin. "Das war uns auch so angekündigt worden. Die Unterlagen werden für die Ermittlungen benötigt", bestätigte eine Sprecherin des Herzzentrums.

Auch die Charité hat nach eigenen Angaben bereits Akten an die Polizei weitergeleitet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung im Fall des Neugeborenen, das im Herzzentrum am 5. Oktober gestorben war.

Geprüft wird auch noch, ob das Baby für eine Obduktion exhumiert werden soll. Ein externer Gerichtsmediziner müsse nun beurteilen, ob dies noch sinnvoll sei, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft: "Das dauert."

Keime bei 16 Kindern nachgewiesen

Erst am Mittwoch hatten die Ermittler erfahren, dass das Kind, das sie eigentlich obduzieren sollten, bereits bestattet wurde.

Der Zustand der noch sechs erkrankten Kinder auf zwei Charité-Stationen für Früh- und kranke Neugeborene war am Donnerstag weiter stabil. "Wir haben keine Veränderungen zum Vortag, keine neuen Infizierten", berichtete eine Sprecherin.

Bei insgesamt 16 - symptomfreien - Kindern waren die Keime nachgewiesen worden. Acht von ihnen werden derzeit noch intensiv beobachtet.

Das Aufklärungsteam aus Experten von Robert Koch-Institut, Landesgesundheitsamt und Charité, das Licht auf die Infektionskette mit den Serratia-Keimen werfen soll, kündigte noch für den Nachmittag eine Stellungnahme an.

Zum Gesundheitszustand des Gynäkologen, der durch eine Prügelattacke in seinem Büro schwer verletzt wurde, machte die Charité unter Verweis auf den Patientenschutz keine Angaben.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München

ADHS im Erwachsenenalter

Wechseljahre und ADHS: Einfluss hormoneller Veränderungen auf Symptomatik und Diagnose

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt