Klinik-Management

Protest gegen Pflegeabbau an der Charité

BERLIN (ami). Protestkundgebungen an allen drei Standorten der Berliner Uniklinik Charité hat die Gewerkschaft ver.di für Montag (18. Juni) angekündigt.

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Pflegedirektorin François-Kettner: keine Rede von Pflege-Ausgründung.

Pflegedirektorin François-Kettner: keine Rede von Pflege-Ausgründung.

© Charité

Im Vorfeld der Betriebsratswahlen an der größten deutschen Uniklinik protestiert ver.di gegen "die immer drastischeren Personaleinsparungen und die damit drohende Mangelversorgung".

Rund 200 Stellen in der Pflege wurden laut ver.di seit 2008 an der Charité abgebaut. Nun sollten auch Leiharbeitskräfte eingespart werden. Zudem erwäge die Charité, die Pflege auszugründen.

Die Uniklinik widerspricht der Gewerkschaft entschieden. "Kein Mensch beabsichtigt eine Ausgründung der Pflege", sagte Pflegedirektorin Hedwig François-Kettner der "Ärzte Zeitung".

Zwölf Millionen Euro für Personalleasing

Es werde nur geprüft, ob die Suche nach Leasingkräften an eine Fremdfirma vergeben werden kann, wie es der kommunale Berliner Klinikkonzern Vivantes macht.

Nach Angaben der Charité wurden zudem 2012 bereits rund 100 neue Pflegekräfte festangestellt. 40 von ihnen wurden bis Ende 2011 über das Pflegeförderprogramm finanziert.

"Leasingkräfte sind teurer als Festangestellte. Doch nicht nur deshalb wollen wir hier mehr Stabilität", sagte François-Kettner.

2011 lagen die Leasingkosten für Pflegepersonal nach Unternehmensangaben bei rund zwölf Millionen Euro. Dieser Planansatz wurde für 2012 gesenkt.

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