Direkt zum Inhaltsbereich

TSVG

Regelungen im Detail machen manches besser

Ein Rückzug auf Raten lässt sich dank TSVG jetzt leichter als bisher organisieren. Der Blick ins Gesetz hilft.

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. Es ist nicht immer leicht, alle neuen Regeln im TSVG zu erkennen, die für die Praxis interessant sind. Für niedergelassene Ärzte, die mit ihrer Arbeitszeit ein wenig zurückstecken wollen, vielleicht auch mit Blick auf den Ruhestand, gibt es zwei Regeln, die besonders relevant sind:

  • Dreiviertel-Zulassung: Neu ist, dass Vertragsärzte nun durch Erklärung gegenüber dem Zulassungsausschuss ihren Versorgungsauftrag um ein Viertel auf eine Dreiviertel-Zulassung reduzieren können. „Das kann bei Ärzten nützlich sein, wenn sie Kinder erziehen wollen, Angehörige pflegen müssen oder auch verstärkt im Krankenhaus oder als Gutachter tätig sein wollen“, erläutert Susanne Müller, Geschäftsführerin Bundesverband MVZ (BMVZ). Auch wer vor dem Ruhestand etwas kürzer treten will, könne diesen Weg gehen. So könnte beispielsweise eine BAG, mit zwei Ärzten, die um ein Viertel reduzieren wollen, dann eine weitere halbe Stelle mit einem Vertragsarzt oder angestellten Arzt besetzen.
  • Zweigpraxis: Gerade für den Fall der Anstellung älterer Ärzte im MVZ ist eine weitere Regelung interessant: Die Errichtung einer Zweigpraxis durch BAG oder MVZ ist auch dann erlaubt, wenn der frühere Praxisinhaber seine zuvor eigene Praxis als angestellter Arzt weiterführt, so die Begründung im TSVG. Und das geht selbst dann, wenn BAG oder MVZ in einem benachbarten Planungsbereich liegen: Der „angestellte Arzt [kann] in dem Planungsbereich, für den er zugelassen war, weiter tätig sein, auch wenn der Sitz des anstellenden Vertragsarztes in einem anderen Planungsbereich liegt“, heißt es jetzt in Paragraf 103 SGB V. Flexibilität gegen Unterversorgung – auch ein Leitmotiv des TSVG. (ger)

Lesen Sie dazu auch: Sonderbericht: TSVG fordert auch die Praxisorganisation heraus

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik

Plötzliche Niesanfälle bringen Mann in Lebensgefahr

Herzbericht 2026

Das sind die aktuellen Trends in der Herzmedizin

Lesetipps
Illustration eines molekularen Modells von Messenger RNA.

© Dr_Microbe / Getty Images / iStock

Personalisierte mRNA-Therapien

Verheißungsvolle RNA-Krebsimpfstoffe: Wo steht die Forschung gerade?

Eine Ärztin tropft Allergielösung auf den präparierten Unterarm einer Patientin für den Pricktest.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Steigende Prävalenz

Allergiediagnostik: Dos und Don’ts für die Hausarztpraxis

Eine Thrombose in einem Gefäß

© freshidea / stock.adobe.com

ASS und P2Y12-Inhibitoren

So geht die Plättchenhemmer-Therapie in der Praxis!