Cannabis auf Rezept

Regierung sieht keine drohende Unterversorgung mit Medizinalhanf

In Deutschland ist weiterhin steigende Nachfrage nach medizischem Cannabis zu verzeichnen. 2020 wird der Verbrauch fast dreimal so hoch ausfallen wie 2017, dem Jahr der Verordnungs- Freigabe.

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Berlin. Derzeit gibt es in Deutschland keine Anzeichen für eine Unterversorgung mit Medizinalhanf. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor.

Die Bundesopiumstelle im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) habe dem Internationalen Suchtstoff-Kontrollamt der Vereinten Nationen (INCB) für 2020 eine Nachmeldung über knapp 12,4 Tonnen Bedarf an Cannabisblüten übermittelt. Gemeldet wird auch der Bedarf an dem Fertigarzneimittel Sativex® gegen Spastiken bei MS-Patienten sowie an anderen verschreibungsfähigen Cannabisextrakten.

2015 lag die vom INCB bestätigte Höchstmenge zur Einfuhr von Cannabis den Angaben zufolge bei 1485 Kilogramm, 2016 bei 1500, 2017 – seit März des Jahres dürfen Ärzte Cannabis auf Kasse rezeptieren – bei 10 .380, 2018 bei 10 .688 und 2019 bei 20 .774 Kilogramm. Für das Jahr 2020 hat das INCB bisher eine Gesamtmenge von 16 .100 Kilogramm Cannabis für den Import nach Deutschland bestätigt. (maw)

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