Hamburg

Richtgrößen werden 2017 abgelöst

Veröffentlicht:

HAMBURG. Ab Januar werden die Richtgrößen in Hamburg durch eine Wirkstoffvereinbarung abgelöst. Zugleich werden die Richtgrößen für 2016 nachverhandelt – sie hatten bei vielen Ärzten Kritik ausgelöst.

Die 2016 erfolgte Umstellung der Richtgrößen hatte zum Teil zu Absenkungen geführt, die in vielen Praxen auf Unverständnis gestoßen war. Die KV geht derzeit davon aus, dass das Richtgrößenvolumen zu niedrig berechnet wurde und setzt deshalb für 2016 auf Nachverhandlungen.

Für das neue Jahr haben sich KV und Krankenkassen in der Hansestadt auf eine Wirkstoffvereinbarung nach bayerischem Vorbild verständigt. Diese soll zunächst testweise eingeführt werden. Der Arzt muss nach der neuen Vereinbarung nur noch prüfen, ob in den Wirkstoffgruppen Generika, Rabattarzneimittel oder Leitsubstanzen verordnet werden können.

Regressprüfungen entfallen künftig, wenn die KV-weit festgelegten Ziele erreicht wurden. Verfehlt die KV insgesamt ihr Ziel, nicht aber die eigene Fachgruppe, bleibt diese Vergleichsgruppe von den Prüfungen ausgenommen. Preis des Arzneimittels und Menge der verordneten Präparate spielen nicht mehr die Rolle wie bei den Richtgrößen.

Wie die Regelung im Detail aussehen wird, soll den Hamburger Ärzten zu Jahresbeginn in mehreren Veranstaltungen erläutert werden. (di)

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Olaf Scholz ist von der Entscheidung Bayerns, die 2G-Plus-Regel in der Gastronomie nicht umzusetzen, etwas angefressen.

© dpa

Update

Bund-Länder-Beschluss

Lauterbach muss jetzt nationale Teststrategie überarbeiten