Charité

Sanierung des Bettenhauses wird teurer

Der Berliner Rechnungshof geht davon aus, dass die Charité 41 Millionen Euro mehr als bewilligt benötigt.

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BERLIN. Die Sanierung des Bettenhochhauses der Berliner Uniklinik Charité wird mindestens 41 Millionen Euro teurer als geplant. Davon geht der Landesrechnungshof aus.

Das Kontrollorgan verweist darauf, dass in den Planungsunterlagen der Charité 185 Millionen Euro als zu erwartende Gesamtkosten angegeben waren. Das ist die Summe, die der Senat zugesagt hat.

Laut Rechnungshof hat die für Bauen zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den Bedarf auf 189,6 Millionen Euro festgesetzt und angemerkt, dass die Kosten einige Einzelmaßnahmen im Rahmen des Gesamtsanierungsprojektes nicht enthalten. Sie summieren sich nach den Angaben des Rechnungshofs auf mehr als 37 Millionen Euro.

"Kostenschätzung zum Teil nicht plausibel"

Die Kritik des Landesrechnungshofes richtet sich an die Senatsverwaltung: "Sie hat die Planungen jeweils im Ergebnis genehmigt, obwohl der Planungsrahmen und die Kostenschätzung unvollständig und zum Teil nicht plausibel sind", heißt es in dem aktuellen Bericht des Landesrechnungshofes.

Konkret kritisiert er, dass die Posten für den Abriss des Versorgungszentrums, das Herrichten der Ersatzflächen und die Anmietung der Container für die Interims-Campusklinik fehlen.

Die Kosten dafür beziffert er auf rund 18 Millionen Euro. Sie seien formal aus der Sanierungsplanung ausgegliedert und parallel als Einzelbaumaßnahmen vorgesehen worden, um den Gesamtkostenrahmen von 185 Millionen Euro einzuhalten, berichtet der Rechnungshof.

"Dies gefährdet eine ordnungsgemäße und wirtschaftliche Durchführung der Baumaßnahme", so der Bericht. Auch die Kosten für sogenannte tangierende und ergänzende Maßnahmen im Gesamtwert von rund 19,1 Millionen Euro seien nicht in der Planung berücksichtigt gewesen. (ami)

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