Recht

Schmerzensgeld wegen verspäteter Krebsdiagnose

HANNOVER (cben). Weil sie bei einem 17-jährigen Patienten eine Krebserkrankung nicht rechtzeitig diagnostizierten, müssen zwei Hautärzte aus Hannover 15 000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Veröffentlicht: 25.11.2008, 16:49 Uhr

Bereits 2005 war der Patient in der Praxis der beiden Ärzte erschienen, um sich wegen einer Hautveränderung am Kopf untersuchen zu lassen.

Die Ärzte hielten die Warze irrtümlicherweise für harmlos, operierten sie, ließen das Gewebe aber nicht untersuchen. Erst als der Patient im Jahr darauf abermals mit neuen Beschwerden in der Praxis erschien, wurde das Gewebe untersucht und ein Melanom diagnostiziert. Zu diesem Zeitpunkt war der Krebs bereits metastasiert. Der junge Mann starb an den Folgen des Fehlers.

Die Ärzte hätten eine günstigere Prognose für den Patienten verhindert, begründete das Gericht das Strafmaß. Nun müssen die Ärzte 15 000 Euro Schmerzensgeld an die Angehörigen zahlen.

Mehr zum Thema

Arzneimittelverordnung

Möglicher Konflikt zwischen Freiheit und Erkenntnisziel

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
SARS-CoV-2: Lehren aus einer Kreuzfahrt

Viele Infizierte bleiben asymptomatisch

SARS-CoV-2: Lehren aus einer Kreuzfahrt

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden