Direkt zum Inhaltsbereich

E-Card

Schwache Beteiligung an Feldtests in Bayern

Bis jetzt wollen nur sehr wenige Praxen in Bayern am Test der elektronischen Gesundheitskarte teilnehmen. Unterdessen arbeitet die KV Bayerns an der Einführung zweier neuen Netzvarianten.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Der Zeitplan für den Online-Rollout der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in den Praxen der Testregion Südost, zu der auch Bayern gehört, wird nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) "mit Sicherheit" nicht eingehalten.

Die Zahl teilnehmender Praxen sei mit nur 495 Erst-Interessenten (Stand Mitte Mai) offenbar sehr gering, erklärte die stellvertretende KVB-Vorsitzende Dr. Ilka Enger bei der Vertreterversammlung. Auch gebe es keine verlässlichen Informationen zu den nächsten Umsetzungsschritten.

Offenbar liege der Fokus auf dem Versicherten-Stammdatenmanagement, während das Thema qualifizierte elektronische Signatur und elektronischer Arztbrief vernachlässigt werde, kritisierte Enger.

Fördermittel für KV-SafeNet

Vor diesem Hintergrund sei es genau die richtige Strategie gewesen, dass sich die KVB auf den Aufbau des Sicheren Netzes der KVen (SNK) konzentriere, erklärte Enger.

Mit einer Übergangsfrist bis Mitte 2015 werde das KV-WebNet, das in Bayern KV-Ident heißt, abgeschafft und durch zwei neue Anbindungsvarianten, die auch parallel genutzt werden können, ersetzt.

Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten können dann zwischen dem flexiblen "KV-Ident plus" sowie dem umfassenden und sehr sicheren "KV-SafeNet" wählen. Im 4. Quartal 2014 werde ein Förderprogramm aufgelegt, um mehr Mitglieder für KV-SafeNet zu gewinnen.

Mitglieder, die sich für die Anschaffung eines KV-SafeNet-Anschlusses entscheiden, sollen mit 1000 Euro pro Praxis gefördert werden, Praxen, die bereits einen Anschluss haben, können 600 Euro pro Praxis bekommen.

Als Alternative oder zur parallelen Nutzung etwa zu Hause biete die KVB ihren Mitgliedern voraussichtlich zum Jahresende KV-Ident plus mit einem sicheren eToken und einer Tunnelverbindung an.

Der Vorteil von KV-Ident plus, so Enger: Die Lösung sei kostengünstig, flexibel und es sei keine Vertragsbindung oder Fremdhardware erforderlich. (sto)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo VasioCore

© InMediq

inmediQ

VasioCore: Patientenspezifischer Cardiovascular Twin

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Lilly

Lilly

Adipositassprechstunde systematisch umsetzen

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Gesundheitspolitik

HPV-Impfung verhindert Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Dr. Tino Großmann, Senior Vice President Connectivity bei der CompuGroup Medical

© CGM

„ÄrzteTag extra“-Podcast

„Die eAU wird der entscheidende Meilenstein sein“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: CompuGroup Medical
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Early-onset-Diabetes

Jeder zweite junge Erwachsene erreicht Diabetesremission

Lesetipps
Hände hallten Tablette in linker Hand und Glas Wasser in rechter Hand

© IQ-Photography / Generated with AI / Stock.adobe.com

Medikamentöse Adipositastherapie

Faktenckeck orales Semaglutid: Was es kann und wo der Haken ist