Pharma

Shire will mit Baxalta fusionieren

Der irische Pharmahersteller Shire hat ein Auge auf die einstige Blutprodukte-Sparte des US-Konzerns Baxter geworfen.

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DUBLIN/DEERFIELD. Erst seit Anfang Juli an der Börse und schon heiß umworbener Übernahmekandidat: Die unter dem Namen Baxalta ausgegliederte Pharmasparte des Healthcarekonzerns Baxter erhält Avancen von dem Orphan-Drug-Hersteller Shire. 34 Milliarden Dollar bietet das in Irland beheimatete Unternehmen den Baxalta-Aktionären, allerdings ausschließlich in eigenen Aktien.

Das seien 36 Prozent Aufschlag auf den Kurs der Baxalta-Aktie von Anfang August, heißt es. Starke operative Synergien beider Geschäfte, Steuervorteile durch die Veranlagung in Irland sowie eine bessere Risikostruktur als im Alleingang: Das sind einige der Pluspunkte, die Shire-Chef Flemming Ornskov in einem offenen Brief an den Baxalta-CEO Ludwig Hantson zugunsten einer Fusion geltend macht.

In der Baxalta-Zentrale in Deerfield, nördlich Chicagos, sieht man das allerdings noch nicht. Shire habe ein gleichlautendes Angebot bereits am 10. Juli lanciert, heißt es in einer Stellungnahme.

Das Baxalta-Management vertrete die Ansicht, dass Shires Offerte "nicht im besten Interesse von Baxalta oder seiner Aktionäre sei". Das Angebot bewerte Baxalta nicht hoch genug. Außerdem komme ein Merger so kurz nach dem Börsengang ungelegen, heißt es weiter.

Baxalta ist auf Blutprodukte spezialisiert: Präparate gegen Hämophilie, Immunglobuline sowie Gerinnungshemmer für Op-Anwendungen. 2014 setzte die damalige Baxter-Sparte 6,7 Milliarden Dollar (+8,0 Prozent) um. Damit gilt das Unternehmen als Marktführer unter den Anbietern von Blutprodukten.

Shires Portfolio umfasst ADHS-Wirkstoffe und Orphan Drugs. Der irische Konzern sucht derzeit intensiv nach Akquisitionsgelegenheiten. Erst Mitte Juni wurde eine Übernahmeofferte für den Schweizer PAH-Spezialisten Actelion abgegeben. (cw)

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