Fusion

Sigma-Aldrich-Übernahme: Hat Merck gemogelt?

Veröffentlicht:

BRÜSSEL. Die Merck KGaA soll gegen EU-Vorschriften für Fusionskontrollverfahren verstoßen haben. Die EU-Kommission wirft dem Konzern und dem von Merck übernommenen US-Laborausrüster Sigma-Aldrich vor, bei der Fusionsanmeldung irreführende Angaben gemacht zu haben. Wichtige Informationen über ein Forschungsprojekt zu einer Verpackungstechnologie von Sigma seien der Kommission vorenthalten worden, heißt es. Diese Technologie sei eng mit einem Geschäft verknüpft, das zu verkaufen Merck zur Auflage gemacht wurde. Merck habe mittlerweile dem Käufer Honeywell eine Lizenz für die Technologie eingeräumt. Merck dementiert die Vorwürfe und kündigte eine baldige Antwort an die Kommission an.

Sollte die Kommission zu dem Entschluss kommen, dass Merck und Sigma vorsätzlich oder fahrlässig unrichtige oder irreführende Angaben gemacht haben, könnte sie ihnen eine Geldbuße von bis zu einem Prozent ihres Jahresumsatzes auferlegen. Dies entspräche bei Merck gemessen am Erlös von 2016 einer Geldbuße von 150 Millionen Euro. Merck-Aktien fielen am Donnerstag um rund 1,5 Prozent.(dpa)

Mehr zum Thema
Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
DAK-Chef Andreas Storm

© Porträt: DAK-Gesundheit | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag“-Podcast

DAK-Chef: „Das Prinzip Brechstange hat bei der Digitalisierung nicht funktioniert“

Die Prognose von intensivpflichtigen COVID-Patienten mit neurologischen Komplikationen ist ungünstig.

© patrikslezak / stock.adobe.com

PANDEMIC-Studie

Neurologische Komplikationen häufig Grund für COVID-Tod