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Ungeschützte Datensätze im Netz

Skandal mit Patientendaten größer als bisher angenommen

Über eine Milliarde Patientendatensätze sollen weltweit frei im Internet zugänglich sein. Das Problem: unsicher konfigurierte PACS-Server.

Veröffentlicht:

Neu-Isenburg. Weltweit sind offenbar mehr Patientendaten öffentlich zugänglich als bisher angenommen. Das zeigen von „The Mighty“ in Zusammenarbeit mit TechCrunch veröffentlichte Informationen.

Im September wurde ein weltweiter Datenskandal bekannt, wonach über 24 Millionen Datensätze von Patienten offenbar jahrelang ungeschützt zugänglich waren. Betroffen waren auch Patienten in Deutschland, wo mehr als 13.000 Datensätze zugänglich waren. Sie stammten aus mindestens fünf verschiedenen Standorten, der größte Teil entfalle auf die Räume Ingolstadt und Kempen in Nordrhein-Westfalen, hieß es damals.

Nun zeigt sich: Das Datenleck ist größer als befürchtet. „Heise online“ berichtete zuerst. Forscher haben demnach insgesamt über eine Milliarde personenbezogene Patientendaten auf unsicher konfigurierten Servern im Internet gefunden.

Ursache sind unsicher konfigurierte PACS-Server. Seit Bekanntwerden des Problems haben einige Länder allerdings reagiert, so auch Deutschland. Nach den Recherchen des IT-Sicherheitsunternehmens Greenbone hat Deutschland nach Bekanntwerden des Skandals alle betroffenen Server vom Netz genommen. (mu)

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