Versicherung

Sozialtarife in der PKV sind gefragt

Veröffentlicht: 09.06.2016, 09:02 Uhr

BERLIN.Relativ stabil, aber durchaus mit Zuwachs haben sich die Sozialtarife in der PKV die vergangenen Jahre entwickelt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Demnach befanden sich im Standardtarif, der PKV-Kunden offensteht, die schon vor 2009 privat krankenversichert waren, im Jahr 2015 45.800 Versicherte, 2014 waren es 45.500 - im Jahr 2009 allerdings nur 38.400.

Der Basistarif, der zum 1. Januar 2009 neu eingeführt wurde, umfasste 2014 noch 28.700 Versicherte, im Jahr 2015 waren es dann 29.400 (2009: 13.500 Versicherte). Beide Tarife entsprechen etwa dem Leistungskatalog der GKV.

Den Notlagentarif, für den die Versicherten 2015 im Schnitt einen Monatsbeitrag zwischen 76 und 102 Euro aufbringen mussten, nutzen im selben Jahr 116.000 PKV-Kunden - hier hat die Bundesregierung ihre vorläufige Antwort, in der noch von 115.000 Kunden die Rede war, nachgebessert (wir berichteten). 2014 waren es über 114.000. Hier gebe es aber dynamische Zu- und Abgänge: So sollen im vergangenen Jahr 40 Prozent der Versicherten den Notlagentarif verlassen haben. (reh)

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Kommentare
Carsten Windt

falsche Interpretation

Der Notlagentarif ist kein Wahl sondern ein Zwangsprodukt für Personen die ihre Beiträgen nicht zahlen können oder nicht zahlen wollen.
Der Notlagentarif ist eine Antwort darauf, dass eine Krankenversicherung vorgeschrieben ist, die Patienten eine umfassende Behandlung wollen aber die Beitragszahlung eine niedrigere Priorität als andere Verpflichtungen.

Basistarif wird doch nur von Personen gewählt, die eigentlich in der PKV sich versichern wollen bzw. gesetzlich müssen, die aber in den Normaltarifen sich nicht versichern können.

Lediglich der Standardtarif ist eine echte Wahl für Personen, die im Alter Zahlungsschwierigkeiten haben. Hier ist der Tarif in der Regel (durch Übernahme der Alterungsrückstellungen) ein beitragsmäßiges Schnäppchen. Allerdings zu lasten der Versicherungsleitungen.


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