Zukäufe

Stada kündigt weitere Übernahmen an

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FRANKFURT/MAIN. Der Arzneimittel-Konzern Stada ist nach den jüngsten Zukäufen hungrig auf weitere Übernahmen. Stada befinde sich in Verhandlungen über "vielversprechende Transaktionen", sagte Vorstandschef Hartmut Retzlaff am Mittwoch auf der Hauptversammlung des MDax-Unternehmens in Frankfurt.

Erst vor kurzem hatten die Hessen die Naturkosmetiklinie Claire Fisher übernommen. Stada will unabhängiger vom stark regulierten deutschen Geschäft mit Generika werden. Im Fokus für Übernahmen stehen dabei die Schwellenländer und der Ausbau des Geschäfts mit gewinnträchtigen Markenprodukten wie Sonnencremes oder Sportsalben.

Erweitern will Stada auch das Geschäft mit Biosimilars, sagte der Vorstandschef. Anders als klassische chemische Nachahmermittel sind diese nicht völlig identisch mit dem Originalwirkstoff. Daher ist das Zulassungsverfahren zwar aufwendiger und die Entwicklung teurer - die Preise liegen jedoch deutlich über denen herkömmlicher Generika.

Trotz der Krise in der Ukraine will Retzlaff nicht an der starken regionalen Ausrichtung auf Osteuropa rütteln. Stada werde definitiv an seiner Strategie festhalten.

Man sei überzeugt, "dass eine Normalisierung der politischen Situation auch eine wirtschaftliche Erholung nach sich ziehen wird". Russland ist nach Deutschland der zweitgrößte Markt des Konzerns aus Bad Vilbel bei Frankfurt. (dpa)

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