Niedersachsen

Stipendien für Landärzte in spe geplant

Veröffentlicht:

HANNOVER. Medizinstudenten in Niedersachsen sollen mit Stipendien dazu motiviert werden, sich später als Hausarzt auf dem Land niederzulassen. Das sagte Detlef Haffke, Sprecher der KV Niedersachsen (KVN). Danach sollen insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung stehen. Wer unter den Medizinstudierenden sich künftig verpflichtet, nach der Facharztausbildung für vier Jahre als Hausarzt oder Hausärztin in die niedersächsische Provinz zu gehen, soll dafür vom Land Geld als Stipendium erhalten.

Man sei derzeit in der Planung mit der KVN, "wie solche Stipendien aufgebaut werden können und welche Bedingungen konkret vorliegen müssen", teilte das Sozialministerium mit. "Details dazu liegen noch nicht vor", hieß es.

Das Geld stammt aus den Beiträgen, die das Land in den Ende vergangenen Jahres ausgelaufenen Niedersachsenfonds eingezahlt hat, den auch die Kassen und die KV Niedersachsen bestückten. Laut Versorgungsstärkungsgesetz kann die KV aber nun einen Strukturfonds bilden, was sie getan hat, um die Niederlassungen im Land zu fördern. "Eine Beteiligung des Landes an diesem Fonds sieht das Gesetz nicht vor. Der Niedersachsenfonds lief daher Ende 2015 aus", teilt das Land mit. Damit hat Niedersachsen Geld übrig und will es in die Stipendien stecken.

"Die nun freien Mittel des Landes von rund 340.000 Euro, die zuvor in den Fonds geflossen waren, sollen weiter für die Förderung der ärztlichen Versorgung eingesetzt werden", schreibt das Land auf Nachfrage. Was mit den übrigen 240.000 Euro geschehen soll, ist noch unklar. Dies kann beispielsweise zumindest teilweise durch das erwähnte Stipendienprogramm geschehen. (cben)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne „Hörsaalgeflüster“

Vom Problem zur Lösung: Wie wir die medizinische Promotion retten

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Beratung in der Arztpraxis

Sicher mit Kindern verreisen: So geht‘s

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?