Haftpflicht

"Sylter Kreißsaal" geht neue Wege

Um die geburtshilfliche Versorgung auf der Insel sicherzustellen, übernehmen Gemeinde und Kreis künftig die Haftpflichtkosten der Hebammen.

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SYLT. Das Modell "Sylter Kreißsaal" soll künftig die Geburtshilfe auf der Insel Sylt sicherstellen. Darauf einigte sich Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kristin Alheit bei einem Termin vor Ort mit den Beteiligten in der Asklepios Nordseeklinik.

Die geburtshilfliche Versorgung soll dort künftig unter Leitung von Hebammen mit Gynäkologen als ärztlichem Hintergrund geleistet werden. Deren Haftpflichtversicherung ist durch einen Versicherungskonzern gedeckt. Die Kosten dafür sollen Gemeinde, Kreis und für eine Übergangszeit das Land tragen.

Risikoschwangerschaften müssen in entsprechend ausgestattete Kliniken auf dem Festland entbinden. Die Vertragskonstruktion für das Modell soll bis 31. Januar stehen, teilt das Kieler Gesundheitsministerium mit.

Die Nordseeklinik in Westerland stellt künftig nur noch die Infrastruktur wie Kreißsaal, OP-Team und Pflege für die Geburtshilfe bereit. Kommunalpolitiker auf Sylt zeigten sich von dem Modell, insbesondere von der Abwälzung der Haftpflichtkosten auf die Allgemeinheit, enttäuscht. (di)

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