Telematikinfrastruktur

GKV-Spitzenverband sieht bei der TI-Pauschale Licht und Schatten

Der GKV-Spitzenverband sieht in der TI-Pauschale einen wichtigen Schritt zur Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die Erstattungsbeiträge hält er aber für zu hoch.

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Berlin. Der GKV-Spitzenverband begrüßt die vom Bundesgesundheitsministerium festgelegte TI-Pauschale grundsätzlich als weiteren wichtigen Schritt zur Digitalisierung des Gesundheitswesens. Allerdings seien die Erstattungsbeiträge, die aus den Krankenkassenbeiträgen finanziert werden, nach wie vor zu hoch, heißt es in einer GKV-Mitteilung von Dienstag.

Die TI-Pauschale soll als monatlicher Betrag Neuanschaffungen und Betriebskosten abdecken. Bislang wurden jedes neue Gerät und jedes Software-Update mit einer neuen Pauschale finanziert.

Pauschale setzt Anreize

Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende beim GKV-Spitzenverband: „Die TI-Pauschale setzt für Praxen und Apotheken klare finanzielle Anreize, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen. Das BMG ist also offenbar entschlossen, die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranzutreiben. Auch wenn die Pauschalen sehr auskömmlich bemessen sind, erwarten wir, dass es durch die neue Finanzierungslogik stärkere Anreize zu Wirtschaftlichkeit bei der IT-Praxisausstattung für Praxen und Industrie gibt.“

Neu ist laut GKV-Spitzenverband auch: Wenn in der Praxis eine digitale Anwendung wie das eRezept oder die elektronische Patientenakte fehlt, wird die Pauschale um 50 Prozent gekürzt. Fehlen zwei Anwendungen, entfällt die Pauschale komplett, so die Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums. Die KBV hatte das als „Sanktionen durch die Hintertür“ bezeichnet, weil die Pauschalen überproportional gekürzt würden, wenn einzelne Anwendungen in einer Praxis nicht genutzt werden. (eb)

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