Kooperation angekündigt

Temedica baut mit Bristol Myers Squibb an Psoriasis-App

Bristol Myers Squibb hat Zulassungen für einen neuen Kinasehemmer gegen Psoriasis beantragt. Zugleich wird eine digitale Unterstützung für Betroffene entwickelt.

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Psoriasis-Patienten haben einen hohen Leidensdruck.

Psoriasis-Patienten haben einen hohen Leidensdruck.

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München. Gesundheits-Apps sind nicht allein Sache kreativer IT-Start-ups. Auch alteingesessene Pharmaunternehmen interessieren sich zunehmend für die digitalen Patienten-Begleiter. Bristol Myers Squibb hat nun eine Kooperation mit dem Münchener App-Entwickler Temedica GmbH angekündigt. Gemeinsam soll eine App für Patienten mit Psoriasis herausgebracht werden.

Die interaktive App werde es „Psoriasis-Patienten ermöglichen, ihren individuellen Krankheitsverlauf und mögliche Einflussfaktoren besser zu verstehen“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung am Dienstag. Denkbare Outcomes seien höhere Therapietreue und damit langfristig bessere Behandlungsergebnisse.

Die App solle kostenlos und – wie eine Sprecherin auf Nachfrage betont – medikationsunabhängig für jeden Interessierten im App Store erhältlich sein. Daher sei auch keine Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis erstattungsfähiger Anwendungen geplant. Bristol Myers Squibb hat bis dato noch kein Psoriasis-Medikament im Portfolio, arbeitet aber in weit fortgeschrittenem Stadium mit entsprechender Indikation an dem oralen Kinasehemmer Deucravacitinib.

App soll bis Sommer kommen

Ende November vorigen Jahres hatte BMS Zulassungsanträge bei der US-Oberbehörde FDA sowie der europäischen Arzneimittelagentur EMA eingereicht und im Zuge dessen von „überlegener Wirksamkeit“ Deucravacitinibs sowohl gegenüber Plazebo als auch gegenüber dem Phosphodiesterase-Hemmer Apremilast gesprochen. Sollten keine zusätzlichen Daten angefordert werden, will die FDA bis spätestens 10. September 2022 eine Zulassungsentscheidung treffen.

Nach derzeitigem Planungsstand soll die App bis zum Sommer dieses Jahres einsatzfähig sein. Frühere, von Temedica in Allianz realisierte App-Projekte, sind beispielsweise „Brisa“ für MS-Patienten (gemeinsam mit Roche) oder die Physiotherapie-Hilfe „Mineo“ für Rücken-Patienten, die von der AOK Niedersachsen in einem Modellprojekt getestet wird. (cw)

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