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Pilotprojekt

Testlauf für digitalen Corona-Impfnachweis startet in Thüringen

Mit einem Pilotprojekt startet Thüringen am Mittwoch den elektronischen Corona-Impfnachweis. Dieser ist mobil abrufbar und soll ausgedruckt werden können. Doch vorerst erhalten das E-Zertifikat nur Menschen, die in den Impfstellen und Impfzentren geimpft wurden.

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Wird durch den elektronischen Impfnachweis nicht ersetzt: der gelbe Impfpass aus Papier. Er bleibt der eigentliche Impfnachweis, so die KV Thüringen.

Wird durch den elektronischen Impfnachweis nicht ersetzt: der gelbe Impfpass aus Papier. Er bleibt der eigentliche Impfnachweis, so die KV Thüringen.

© Axel Bueckert / stock.adobe.com

Erfurt. Als erstes Bundesland beginnt Thüringen in einem Pilotprojekt mit dem elektronischen Nachweis für Corona-Impfungen. Von Mittwoch an soll ein elektronisches Impfzertifikat über das Terminvergabeportal „www.impfen-thueringen.de“ abrufbar sein, wie die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen und das Gesundheitsministerium des Landes am Montag mitteilten.

Dies gilt für all jene Menschen, die sich in den 29 regionalen Impfstellen und den drei großen Impfzentren des Landes gegen COVID-19 immunisieren lassen, sagte der Leiter des KV-Pandemiestabs Jörg Mertz.

Auch Brandenburg beteiligt

Das Zertifikat soll fälschungssicher sein und zur doppelten Absicherung nur in Verbindung mit dem Personalausweis gelten. An dem Testlauf zum bundesweit geplanten elektronischen Impfausweis ist neben Thüringen auch Brandenburg beteiligt.

Das von der KVT in Zusammenarbeit mit einem Softwareanbieter entwickelte Zertifikat kann Mertz zufolge per QR-Code auf dem Smartphone ausgelesen werden, es lässt sich aber auch ausdrucken. Der QR-Code führt auf das KVT-Impfportal mit den Daten der Geimpften und dem Datum ihrer Impfungen.

Neben frisch Geimpften können sich Menschen, deren zweite Impfung bereits länger zurückliegt, ein Zertifikat herunterladen oder es sich per Post von der KVT schicken lassen. Das Angebot sei eine Ergänzung zum Eintrag im gelben Impfausweis, der der eigentliche Nachweis der Impfung bleibe, betonte die KVT.

Vorerst kein E-Impfnachweis für in Praxen Geimpfte

Für in den Vertragsarztpraxen gegen COVID-19 geimpfte Menschen gibt es den digitalen Nachweis vorerst noch nicht. Laut KVT ist das aber nur eine Frage der Zeit. „Der elektronische Nachweis wird sicher Standard werden“, sagte die KVT-Vorstandsvorsitzende Annette Rommel.

Sie verwies zugleich auf die bereits jetzt geltenden Standards bei der Dokumentation von COVID-19-Impfungen in den Praxen. Diese bestehe nicht nur aus dem Eintrag der Impfstoff-Chargennummern im gelben Impfausweis und dem Praxis-Stempel. Jede verabreichte Spritze werde auch beim Robert Koch-Institut registriert.

Mit dem Testlauf für den elektronischen Impfnachweis leiste Thüringen einen großen und wichtigen Schritt, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke). Sie verwies auf Planungen, wonach der bundesweite Rollout für den digitalen Impfnachweis noch im zweiten Quartal erfolgen soll.

Über 13 Prozent der Thüringer schon vollständig geimpft

Thüringen ist das Bundesland mit dem höchsten Bevölkerungsanteil vollständig gegen COVID-19 geimpfter Menschen. Bis Montag hatten 13,6 Prozent der Bevölkerung – rund 290.000 Menschen – bereits ihre zweite Spritze erhalten. Etwa 30 Prozent (638.000 Menschen) haben die erste Impfung erhalten.

Seit Sonntag gelten bundesweit Lockerungen der Pandemiebeschränkungen für vollständig gegen COVID-19 Geimpfte wie auch für Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben. Für sie gelten unter anderem die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen nicht mehr und sie benötigen keine Negativtests etwa für Friseurbesuche mehr. Geimpfte müssen dafür einen Impfnachweis erbringen. (zei)

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