Weiterbildung

Umfrage unter Assistenzärzten zeigt Defizite

Strukturierte Weiterbildung ist in der Klinik eine Rarität. Doch junge Ärzte erhalten Unterstützung.

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BERLIN. Für Assistenzärzte ist eine strukturierte Weiterbildung nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Das geht aus einer Befragung des Hartmannbundes unter 1302 Assistenzärzten hervor.

Nur etwa jeder fünfte Befragte (21,6 Prozent) erklärt, in seiner Weiterbildungsstätte gebe es eine strukturierte Weiterbildung mit definierten Jahreszielen. Bei mehr als zwei Drittel der jungen Ärzte (67,9 Prozent) ist dies nicht der Fall. Rund jeder Zehnte konnte oder wolle die Frage nicht beantworten.

Für die Mehrheit der jungen Ärzte ist die Weiterbildung ein Sprung ins kalte Wasser. Nur knapp 23 Prozent der Befragten bewerten die Einarbeitung zu Beginn als gut oder sehr gut. Knapp 28 Prozent der Ärzte vergeben die Schulnote befriedigend. Mehr als jeder Zweite bezeichnet die Einarbeitung nur als "ausreichend" (24 Prozent) oder aber als "mangelhaft" (25,5 Prozent).

Mehr als ein Drittel der Assistenzärzte würde Mehraufwand über die Regelarbeitszeit hinaus in Kauf nehmen, um dadurch eine bessere Weiterbildung zu erhalten (35,8 Prozent). Rund 44 Prozent wären dazu in Ausnahmefällen bereit und nur jeder fünfte Befragte erklärt, Weiterbildung habe allein im Rahmen der vertraglichen Arbeitszeit zu erfolgen.

Überwiegend positiv stellt sich die kollegiale Unterstützung der jungen Ärzte dar. Rund 41 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Chef- oder Oberärzte offen seien für Fragen der Assistenzärzte, bei weiteren 26 Prozent ist das "eher" der Fall. Auch die Betreuung durch den Hintergrunddienst bewerten junge Ärzte als "sehr gut" (19 Prozent) oder "gut" (39,2 Prozent). Zusammen rund 15 Prozent beurteilen die Unterstützung nur als "ausreichend" oder "mangelhaft".

65 Prozent der Befragten sind weiblich, am stärksten in der Umfrage vertreten ist die Gruppe der 26- bis 32-Jährigen.(fst)

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