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Uni-Ambulanzen an der Saar haben massive Finanzprobleme

Der Rechnungshof fordert mehr Transparenz und höhere Pauschalen: Die Hochschul-Ambulanzen im Saarland sind unterfinanziert.

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SAARBRÜCKEN (kud). Die ambulante Versorgung durch die Hochschul-Ambulanzen kommt die Universität des Saarlandes teuer zu stehen. Der Landesrechnungshof dringt auf eine Defizitanalyse und Gegenmaßnahmen.

In ihrem neuen Jahresbericht haben die Rechnungsprüfer 21 Uni-Ambulanzen unter die Lupe genommen. Dabei monieren sie, dass deren Kosten nicht ausreichend zu anderen ambulanten Versorgungsformen und der stationären Versorgung abgegrenzt seien. Das jährliche Defizit liege vermutlich mindestens bei acht Millionen Euro.

Weiter wird kritisiert, die mit den Kassen vereinbarte Vergütungspauschale von 47,74 Euro sei sowohl in der absoluten Höhe als auch in Bezug auf Sondervereinbarungen im bundesweiten Vergleich zu niedrig. Die Universität sei sich dessen bewusst, mache für diese Situation aber die mangelnde Gesprächsbereitschaft der Kostenträger über eine Erhöhung der Pauschale verantwortlich.

Einnahmeausfall von 3,7 Millionen Euro binnen sechs Jahren

Verschärft wird die Unterfinanzierung der Ambulanzen durch die Überschreitung der Fallzahlobergrenze. Nach Angaben des Rechnungshofs werden jährlich zwischen 11 000 und 17.000 Behandlungen vorgenommen, die nicht mehr abgerechnet werden können. Dies entspreche binnen sechs Jahren einem Einnahmeausfall von 3,7 Millionen Euro.

Wenn man die Patienten aus humanitären Gründen nicht abweisen und deshalb das vereinbarte Kontingent nicht einhalten könne, so habe "deren Behandlung reinen Versorgungscharakter und muss auch als solche von den Kostenträgern kostendeckend vergütet werden", heißt es in dem Bericht.

Schließlich spricht sich der Rechnungshof dafür aus, einen Teil der Leistungen in alternative Abrechnungsmöglichkeiten wie IGeL, hochspezialisierte Leistungen und Ermächtigungen zu überführen. Zudem müsse man den Hochschulambulanzen eine größere Bedeutung in der Lehre beimessen, um das Medizinstudium auf die ambulante Behandlung auszurichten.

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