Wirtschaftliche Lage

Uniklinik Köln 2014 erneut mit Überschuss

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KÖLN. Die Uniklinik Köln sieht die wirtschaftliche Lage der Kliniken und die Versorgung der Patienten durch die geplante Klinikreform in Gefahr. "Es ist dringend eine Korrektur nötig, sonst erleiden Krankenhäuser Schiffbruch", sagte der kaufmännische Direktor Günter Zwilling bei der Jahrespressekonferenz der Uniklinik.

Die Klinikreform sieht unter anderem eine Streichung des Versorgungszuschlags für Kliniken ab 2017 vor. Zudem soll es höhere Preisabschläge für Mehrleistungen geben.

Der Uniklinik Köln gingen schon durch den bisherigen Mehrleistungsabschlag von 25 Prozent rund 5,6 Millionen Euro verloren. "Rechnet man den Versorgungszuschlag von 2,4 Millionen Euro dagegen, fehlen uns im Saldo 3,2 Millionen Euro", sagte Zwilling. Falle der Zuschlag weg, werde die Lücke noch größer.

Im vergangenen Jahr hat die Uniklinik Köln noch gut verdient. Sie konnte zum sechsten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis erzielen (wir berichteten). Bei einem Umsatz von 863 Millionen Euro erwirtschaftete die Uniklinik einen Jahresüberschuss vor Steuern von mehr als 9,5 Millionen Euro.

Das sind knapp 4,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Nach Steuern verdiente die Klinik 2,9 Millionen Euro. Durch die Klinikreform werde die wirtschaftliche Situation schwieriger. "Wir können froh sein, wenn wir noch eine schwarze Null schreiben", sagte Zwilling.

Auf der Leistungsseite habe die Uniklinik ein erfolgreiches Jahr hinter sich, so Professor Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor. Im Jahr 2014 hat die Klinik 312.000 Patienten behandelt, davon rund 60.000 stationär.

Das sind 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Klinik habe mit über 90 Prozent eine sehr hohe Auslastung. "Wir müssen sehr viele Patienten abweisen, die wir aus Mangel an Kapazitäten nicht behandeln können", sagte Schömig. (frk)

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