Direkt zum Inhaltsbereich

Schiedsverfahren

Verband der Importeure gehört zur Selbstverwaltung

Parallelimporteure dürfen bei der Rahmenvereinbarung zu Erstattungsbeträgen mitreden.

Veröffentlicht:

KASSEL. Die im Verband der Arzneimittelimporteure Deutschlands (VAD) zusammengeschlossenen Re- und Parallelimporteure sind an der Rahmenvereinbarung zwischen Pharmaverbänden und GKV-Spitzenverband zu den Grundlagen der Erstattungsbetragsverhandlungen zu beteiligen. Das hat jetzt das Bundessozialgericht entschieden. Auf die Marktmacht des Verbandes kommt es danach nicht an.

Weil bei den jüngsten Verhandlungen der Rahmenvereinbarung (nach § 130b Abs. 9 SGB V) keine Einigung erzielt wurde, leitete der GKV-Verband ein Schiedsverfahren ein. Dort wollte er unter anderem erreichen, dass der VAD an den Verhandlungen beteiligt wird, was die Schiedsstelle ablehnte.

Wie schon vor dem Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hatte die hiergegen gerichtete Klage des VAD nun auch vor dem BSG erfolg. Laut Gesetz seien die „maßgeblichen Spitzenorganisationen der pharmazeutischen Unternehmer“ zu beteiligen. Das seien Organisationen, die die für die Verhandlungen relevanten Interessen hinreichend repräsentieren.

Die Kasseler Richter betonten, dass die Rahmenvereinbarung auch für Firmen gilt, die nicht Mitglied eines der bisher beteiligten Verbände (BAH, BPI, Pro Generika, vfa) sind. Zu gewährleisten sei „hinreichende Betroffenenpartizipation“. Kriterium könne dafür zwar die Anzahl der Mitglieder sein, aber auch „schützenswerte Sonderinteressen“. Dies sei bei den Importeuren der Fall. Weil deren Belange von den bislang beteiligten Verbänden „nicht mitrepräsentiert“ würden, komme es auf die Marktmacht des VAD nicht an. (mwo)

Bundessozialgericht Az.: B 3 KR 16/18 R

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Elternzeit, Krankheitsvertretung und Co.

Befristete Arbeitsverträge: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Motivierende Gesprächsführung

Wie motiviere ich Patienten mit Depression zu Sport?

Hantavirus und Ebolavirus

Was Patienten brauchen, die Sorge vor einem neuen Virusausbruch haben

Lesetipps
Dreidimensionale gerenderte Darstellung einer Fraktur des linken Oberschenkels.

© samunella / stock.adobe.com

Rasche Mobilisation entscheidend

Fraktur im Alter: An Delir und Osteoporose denken!

Vegane Ernährung, grünes Gemüse

© Johannes / stock.adobe.com / Generated with AI

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Kardiologe Oliver A. Schmidt

© privat

Arzt entwickelt MFA-Börse

So finden Praxisinhaber die MFA, die zu ihnen passt