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Visionen für den Gesundheitsmarkt der Zukunft

Die Reisebranche könnte mit ihren verschiedenen Angeboten ein Vorbild für Krankenkassen werden.

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BREMEN (cben). Blick in die Zukunft: Auf dem 2. Apollon-Symposium der Gesundheitswirtschaft in Bremen lieferte der Hamburger Professor Heinz Lohmann von der Lohmann Konzept GmbH reichlich Visionen des uneingeschränkten Gesundheitsmarktes der Zukunft:

Zehn statt wie heute 163 Krankenkassen werden "Gold", "Silber" und "Basis"- Tarife anbieten, unter denen die Versicherten wählen können. Entsprechend werden Kliniken, Wellness-Bäder oder die niedergelassenen Ärzte, "De Luxe", "Premium" oder "Standard"-Angebote machen.

"Die Ökonomen werden in Zukunft eine viel größere Rolle in der Gesundheitsversorgung spielen", prophezeite Lohmann. Die Wege der Gesundheitsversorgung müssten den immer weiter auseinandergehenden Einkommensverhältnissen angepasst werden.

"Wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen", zitierte Lohmann den ehemaligen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und übertrug die Forderung des SPD-Politikers überspitzt auf den Gesundheitsmarkt: "Was für die Jungen die Disco ist, wird für die Alten die Apotheke!"

Die Techniker Krankenkasse habe als eine der wenigen die Zeichen der Zeit erkannt und es mit dem "Leistung-und-mehr-Angebot" für einen erweiterten Service zur "Coca Cola unter den Krankenkassen geschafft." Aber noch sei das Leistungsangebot zu undurchsichtig.

Entsprechend hinke auch die Kundensouveränität hinterher. Denn wer nicht versteht und nicht durchschaut, kann auch nicht wählen. "Eigentlich brauchen wir eine Stiftung Gesundheitstest", meint Lohmann.

Vorbild für Lohmanns Vision ist die Reisebranche. Sie präsentiere "Pauschalangebote mit hoher Differenzierung". Was dem Feriengast das "Sommer-Spezial" mit zwei Wellness-Angeboten pro Woche, Poolbenutzung und Halbpension ist, könnten also für den Patienten die Basisversorgung, plus spezieller Vorsorgeangebote und Rückenschule sein.Je nach Kassenlagen können die Versicherten dann unter den Angeboten wählen.

Rechte Bodenhaftung vermochte Lohmann seinen Thesen nicht zu verleihen. Wie denn Patienten, die in akuter Not sind, zunächst zwischen mehreren Behandlungsangeboten wählen sollen, hieß es aus dem Publikum. Für Lohmann vor allem eine Frage der Gewöhnung.

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