Wie gelingt Qualitätssicherung in der Onkologie?

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Wissenschaftler aus dem In- und Ausland diskutieren auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin vom 22. bis 25. Februar über die Versorgungsqualität in der Onkologie und über interdisziplinäre Netzwerke.

BERLIN (eb). Qualität sichern - Forschung fo(e)rdern - das ist das Motto des Deutschen Krebskongresses 2012, der vom 22. bis zum 25. Februar in Berlin stattfindet.

Erstmals wird es beim Kongress ein gemeinsames Symposium mit der American Society of Clinical Oncology (ASCO) geben. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung befasst sich mit dem Thema der Versorgungsqualität in der Onkologie.

In Deutschland ist die Versorgungslandschaft in der Onkologie geprägt durch den Aufbau von Organkrebszentren und Onkologischen Zentren. Die Ärzte an diesen Krankenhäusern arbeiten in einem interdisziplinären Netzwerk, um eine umfassende Betreuung der Krebspatienten sicherzustellen.

Harte Kriterien für Qualitätssiegel

Die Häuser erhalten nur dann ein Qualitätssiegel, wenn sie bei der Diagnose und Therapie die aktuell geltenden evidenzbasierten Leitlinien anwenden, also auf der Grundlage der besten zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Nachweise arbeiten.

Beim Brustkrebs werden mittlerweile über 90 Prozent der Patientinnen an Zentren mit einem Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft betreut. Während Deutschland auf onkologische Zentren setzt, besteht hierzulande wenig Erfahrung bei der Qualitätssicherung in der ambulanten onkologischen Versorgung.

US-System QOPI für ambulant tätige Onkologen

Das von der ASCO initiierte US-amerikanische QOPI-System könnte hier Orientierung bieten. QOPI wurde für ambulant tätige Onkologen entwickelt und erlaubt ihnen, ihre Arbeitsprozesse anhand festgelegter leitliniengestützter Indikatoren zu überprüfen. So können sie die Qualität ihrer eigenen Leistung im Vergleich zu anderen Praxen einordnen und entsprechend verbessern.

Ein weiterer Schwerpunkt des Krebskongresses ist die Betreuung der Langzeitüberlebenden einer Krebserkrankung mit allen psychologischen und volkswirtschaftlichen Folgen. Der Krebskongress ist der einzige interdisziplinäre Kongress seiner Art in Deutschland und der zweitgrößte Kongress weltweit.

www.krebsgesellschaft.de

Homepage Deutscher Krebskongress 2012

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