Versicherungen

Wie gut ist das Case-Management in der PKV?

Gesundheitsmanagement wird auch für PKV-Unternehmen immer wichtiger. Doch wie die Spreu vom Weizen trennen? Eine Agentur hat ein Bewertungsverfahren entwickelt.

Veröffentlicht:
Entspricht das Gesundheitsmanagement einer Versicherung in allen Punkten den Ansprüchen? Die Agentur Assekurata hat die Überprüfung der Angebote zum Geschäftsmodell gemacht.

Entspricht das Gesundheitsmanagement einer Versicherung in allen Punkten den Ansprüchen? Die Agentur Assekurata hat die Überprüfung der Angebote zum Geschäftsmodell gemacht.

© Kenishirotie / stock.adobe.com

Köln. Die auf Versicherer spezialisierte Ratingagentur Assekurata reagiert auf die Tatsache, dass Gesundheitsdienstleistungen für die privaten Krankenversicherer (PKV) immer wichtiger werden. Das Tochterunternehmen Asskurata Solutions hat ein Bewertungsverfahren für das Gesundheitsmanagement entwickelt. PKV-Anbieter, die sich dem Verfahren unterziehen, erhalten dafür das entsprechende Siegel.

Bei den PKV-Anbietern gebe es einen Bedarf für eine solche Zertifizierung, sagt Markus Kruse, Geschäftsführer von Assekurata Solutions, der „Ärzte Zeitung“. „Es handelt sich um einen Bereich, in den die Unternehmen investieren und in dem sie sich für die Zukunft positionieren.“

Gesetzliche Kassen als Vorreiter?

Viele Krankenversicherer wollen sich – ebenso wie die gesetzlichen Krankenkassen – bei ihren Kunden als Gesundheitspartner positionieren und wegkommen vom Image des Kostenerstatters. Zu den Dienstleistungen im Gesundheitsmanagement gehören

  • Versorgungsprogramme für Menschen mit chronischen Erkrankungen,
  • die gezielte Begleitung von Kunden mit schweren Erkrankungen oder nach Unfällen sowie
  • Angebote im Bereich der Prävention oder der Gesunderhaltung.

„Im Gesundheitsmanagement gibt es eine große Bandbreite im Markt“, sagt Kruse. Das Kölner Unternehmen hat gemeinsam mit drei Krankenversicherern ein Modell für das Bewertungsverfahren zum Gesundheitsmanagement entwickelt. Ein Aspekt der Prüfung ist die Betreuung der Kunden durch die Versicherer. „Wir schauen, ob sie nur mit einer App arbeiten oder ob ein Coach die einzelnen Versicherten eng begleitet“, erläutert er.

Medizinische Wirksamkeit als Kriterium

Assekurata interessieren auch Aspekte wie der potenzielle Teilnehmerkreis für Gesundheitsdienstleistungen, die Teilnahmebereitschaft der Versicherten und die Abbrecherquoten. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Ratingagentur die Krankenversicherer davor gewarnt, Geld für Services auszugeben, die von den Versicherten nur wenig oder gar nicht in Anspruch genommen werden.

Insbesondere die medizinische Wirksamkeit müssten die Versicherer für ihre Angebote zeigen. Nicht zuletzt werde untersucht, ob die Steuerung der Versicherten in die passenden Angebote funktioniert. Nicht zuletzt werden das Qualitätsmanagement und die Erfolgsmessung aus Sicht der Versicherten bewertet. (iss)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Personalführung

Altersvorsorge und mehr: Mit Benefits zu besserer Mitarbeiterbindung

Kooperation | In Kooperation mit: dem Finanzdienstleister MLP
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

KI verweigert Assistenz beim Suizid

Fallbeispiel: ChatGPT empfahl ärztliche Hilfe bei Psychose

Team- und Patientenschutz

Hygieneplan für die Praxis – was zählt!

Interview

Wie die hausärztliche Nachsorge onkologischer Patienten gelingen kann

Lesetipps
Männer spielen Beachvolleyball

© LuneVA/peopleimages.com / stock.adobe.com

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Illustration eines Kolonkarzinoms

© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Stiftung Lebensblicke

Darmkrebs bei jungen Menschen: Entwarnung für Deutschland